Mückstein: ARGE Selbsthilfe gesetzlich verankern und interessenunabhängig öffentlich finanzieren

Grüne: Förderungen der Pharmaindustrie laufen mit Jahresende aus

Wien (OTS) - Die ARGE Selbsthilfe ist mit der Vernetzung der Selbsthilfegruppen in Österreich und deren Vertretung auf Bundesebene in gesundheitspolitischen Gremien ein wichtiger Player im Gesundheitswesen. Um die Professionalisierung der Selbsthilfe in Österreich langfristig sicherzustellen braucht es stabile Rahmenbedingungen.

"Sowohl eine gesetzliche Verankerung der ARGE Selbsthilfe als auch eine öffentliche Finanzierung, unabhängig von Interessen z.B. der Pharmaindustrie, sind dazu notwendig", fordert Eva Mückstein, Gesundheitssprecherin der Grünen.

Dazu gibt es international gute Beispiele. In Deutschland erfolgt die Selbsthilfeförderung seit 1993 durch die Sozialversicherungsträger aus den Beiträgen der Versicherten. Denkbar wäre aber auch eine gemeinsame Finanzierung durch verschiedene Akteure aus dem Sozial-und Gesundheitsbereich.

"Selbsthilfegruppen verfügen mit dem Wissen über die Auswirkungen von Behandlungsabläufen und dabei auftretenden möglichen Qualitätsverlusten über spezielle Kenntnisse, die für die Planungen im Gesundheitswesen extrem wertvoll sind", so Mückstein "es sollten sich die wichtigsten Player des Gesundheitswesens an einen Tisch setzen und ein Modell ausarbeiten."

Mit der Einsetzung von Andrea Fried als kompetente Geschäftsführerin wurde ein erster Schritt gemacht, jetzt gilt es die nächsten Schritte zu setzen und die ARGE Selbsthilfe langfristig auf sichere Beine zu stellen.

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