Greenpeace: Vorsicht bei Farben zum Selberfärben von Ostereiern

"Ostereier-Check" bringt problematische Farbstoffe und Kennzeichnungsmängel ans Licht

Wien (OTS) - Farben zum Selberfärben von Ostereiern enthalten für die Gesundheit problematische Azofarbstoffe. Der diesjährige "Ostereier-Check" von Greenpeace kritisiert zudem große Mängel bei der Kennzeichnung von Ostereiern. In 43 von insgesamt 52 Produkten zum Selberfärben wurden bedenkliche Farbstoffe gefunden. Die Alternative sind verpackte und klar gekennzeichnete Ostereier aus dem Supermarkt sowie Naturprodukte zum Selberfärben der Eier. Alle Ergebnisse des "Ostereier-Checks" von Greenpeace können im Online-Einkaufsratgeber unter greenpeace.at/marktcheck-ostereier-check2014 abgerufen werden.

"Bedenkliche Substanzen haben in Farben, die man mit Kindern zum Färben von Ostereiern verwendet, nichts zu suchen", so Greenpeace-Sprecherin Gundi Schachl. Kritik gibt es auch zur Kennzeichnung von losen Eiern, wie sie in Bäckereien erhältlich sind. Die bereits im Vorjahr kritisierte Rechtslage hat sich nicht verändert. "Für unverpackte, gekochte und gefärbte Eier gibt es keine verpflichtenden Kennzeichnungsbestimmungen. Einzeln verkaufte Eier sind weiterhin nicht oder kaum gekennzeichnet und die Konsumentinnen und Konsumenten werden über Herkunft, Haltungsform und verwendete Farben völlig im Dunkeln gelassen", kritisiert Schachl. Die gute Nachricht - bei Ostereiern im Supermarkt ist Greenpeace nur auf unbedenkliche Farbstoffe gestoßen.

marktcheck.at nimmt jährlich Ostereier und Farben zum Selbstfärben unter die Lupe. In der Mehrheit der Produkte wurden Azofarbstoffe gefunden, die im Verdacht stehen beim Verzehr bei entsprechend veranlagten Personen Unverträglichkeitsreaktionen auszulösen. Über die Haut aufgenommen können sich die wasserlöslichen Farbstoffe in vermutlich krebserregende Stoffe umwandeln. Auch hier kritisiert Greenpeace die mangelnden Kennzeichnungs-Vorschriften, da Farben zum Selberfärben mit problematischen Farbstoffen keinen Warnhinweis tragen müssen. Lebensmittel, die Azofarbstoffe enthalten, müssen mit dem Warnhinweis "Kann Aktivität und Aufmerksamkeit von Kindern beeinträchtigen" gekennzeichnet sein, jedoch sind "Stempelaufdrucke und Farbverzierungen auf den Schalen von Eiern" von dieser Regelung ausgenommen.

"Wer sich den Spaß beim Ostereier Färben nicht verderben lassen möchte, greift am besten zu Bio-Eiern und färbt diese mit den im Greenpeace-Test empfohlenen Farben oder mit Farbstoffen aus der Natur wie etwa Zwiebelschalen oder Kurkuma", so Schachl abschließend.

Alle Ergebnisse des Greenpeace "Ostereier-Checks 2014" finden Sie unter:
greenpeace.at/marktcheck-ostereier-check2014

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Gundi Schachl, Konsumentensprecherin Greenpeace, Tel.: 01/545 45 80 24
Christine Gebeneter, Pressesprecherin Greenpeace, Tel.: 0664/85 74 598

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