Salzburg AG 2013: Erfolgreiche Geschäftstätigkeit auf niedrigerem Preisniveau

- Geänderte Marktbedingungen bringen geringere Erlöse und geringere Kosten - Obus-Remise: Standortfrage wird weiter geprüft

Salzburg (OTS) - Die beiden Vorstände der Salzburg AG für Energie, Verkehr und Telekommunikation, August Hirschbichler und Leonhard Schitter, präsentierten heute (8.4.2014) in der Aufsichtsratssitzung den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2013.

Dazu AR-Vorsitzender Christian Struber: "Das Jahr 2013 war energiewirtschaftlich ein solides Jahr. Zwar brachte das Hochwasser im Juni Erzeugungsausfälle, diese konnten durch den umsichtigen Einsatz der Ressourcen wieder wettgemacht werden. Die Herausforderungen, die das Hochwasser mit sich brachte, zeigten aber auch, dass die Salzburg AG durch den großartigen Einsatz ihrer Mitarbeiter, die gute Abstimmung mit den Einsatzkräften des Landes Salzburg sowie durch die rasche Soforthilfe für Betroffene, auch den Herausforderungen von Ausnahmesituationen gewachsen ist."

Mit einem Investitionsvolumen von rund 122 Mio. Euro fungiert die Salzburg AG als Motor der heimischen Wirtschaft und trägt somit wesentlich zur regionalen Wertschöpfung bei. Durch den Ausbau erneuerbarer Energieträger, durch die Erprobung intelligenter Netze und durch klimafreundliche Mobilität ist die Salzburg AG zuverlässiger Partner für ihre Eigentümer, für die Menschen und die Unternehmen in unserem Bundesland.

EGT und Eigenkapitalquote gesteigert

Der Umsatz betrug im Geschäftsjahr 2013 1,36 Mrd. Euro, womit der hohe Wert aus dem Vorjahr (1,47 Mrd. Euro) aufgrund der geänderten Marktbedingungen nicht ganz gehalten werden konnte. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) beträgt 42,8 Mio. Euro und ist im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen. Die Eigenkapitalquote liegt bei 51,7 Prozent. Für die drei Eigentümer dem Land Salzburg, der Stadt Salzburg und der Energie AG Oberösterreich beträgt die Dividende 18,7 Mio. Euro.

ENERGIE: Die Stromabgabe an Endkunden im Netz der Salzburg AG ist auf 3,6 Mrd. Kilowattstunden gegenüber 2012 leicht gestiegen. Die Gasnetzabgabe ist um 2,1 Prozent auf 3,1 Mrd. Kilowattstunden (kWh) gesunken. Bei der Fernwärme lag die Gesamtabgabe mit 970,9 Mio. kWh um 2,8 Prozent über dem Vorjahresniveau, eine Schwankung, die in erster Linie auf die Witterung zurückzuführen ist. Der Wasserverbrauch ist mit 11,5 Mio. Kubikmeter im Vergleich zu 2012 leicht gesunken. Im Juli wurde am Mönchsberg im Hochbehälter das Wassermuseum "Wasser.Spiegel. Die Wasserwelt der Salzburg AG" eröffnet.

Nach drei Jahren Bauzeit wurde im Juni 2013 das Kraftwerk Sohlstufe Lehen in Betrieb genommen, das mit seinem Arbeitsvermögen von 81 Gigawattstunden (GWh) 23.000 Haushalte mit Strom versorgen kann. Insgesamt betreibt die Salzburg AG 28 Wasserkraftwerke mit einem Gesamtarbeitsvermögen von 1.153 GWh. Zudem verfügt der Energieversorger über zwei Heizkraftwerke sowie zahlreiche Biomasse-, Biogas-, Photovoltaik- und Ökoanlagen. Aufgrund des Hochwassers im Sommer 2013 war die Erzeugung der Wasserkraftwerke leicht rückläufig. Sie liegt mit 1.464,4 Mio. kWh zwar 2,3 Prozent unter dem Vorjahreswert, jedoch mit 3,3 Prozent über dem Regelarbeitsvermögen.

VERKEHR: Salzburger Lokalbahnen - Mobilitätsanbieter Nr. 1.

Die Salzburger Lokalbahnen (SLB), die Verkehrsservices der Salzburg AG, befördern rund 50 Mio. Fahrgäste pro Jahr und machen das Unternehmen zum größten Mobilitätsdienstleister im Bundesland.
In der Stadt Salzburg konnte der Obus mit 40,9 Millionen Fahrgästen das hohe Vorjahresniveau nochmals übertreffen. Investiert wurde vor allem in die Anschaffung moderner, barrierefreier Obusse im Metro-Style und im Herbst 2013 wurde die neue Obus-Leitstelle in Betrieb genommen. Weiterhin positiv entwickelten sich auch die Fahrgastzahlen der Lokalbahn, sie beförderte im Jahr 2013 über 4,8 Mio. Fahrgäste. Mit dem Einbau von Niederflurmittelteilen setzte man auch hier den Fokus auf Barrierefreiheit. Im November 2013 wurde mit dem Bau der Verlängerung der Salzburger Lokalbahn von Trimmelkam nach Ostermiething begonnen. Mit der Errichtung neuer Haltestellen rückte die Pinzgauer Lokalbahn im vergangenen Jahr näher zu den Kunden. Eine deutliche Steigerung der Fahrgastzahlen konnte die FestungsBahn erreichen: 1,75 Mio. Fahrgäste nutzten 2013 die Bahn zum Salzburger Wahrzeichen. Mit dem MönchsbergAufzug, der WolfgangseeSchifffahrt und der SchafbergBahn hat die Salzburg AG weitere wichtige touristische Standbeine.

TELEKOMMUNIKATION: Das gute Wachstum bei CableLink hat sich auch im Jahr 2013 fortgesetzt. So konnten die Kundenzahlen in sämtlichen Bereichen Kabelfernsehen, Internet und Telefonie signifikant gesteigert werden. Die Salzburg AG versorgt das Bundesland Salzburg nahezu flächendeckend mit Kabel-TV-Signalen und betreibt Telekom-Netze auch im benachbarten Oberösterreich und der Steiermark. Im Oktober 2013 ging der Infokanal mit seinem 14-tägig wechselnden Programm unter dem Namen Salzburg AG Magazin auf Sendung.

Energieeffizienz bleibt Leitmotiv

Vorstandssprecher August Hirschbichler: "Wir sehen die Steigerung des Anteils von Energie aus Wasserkraft, Sonne oder Biomasse in Salzburg seit langem als eine unserer wichtigsten Aufgaben. Schon jetzt kommen mehr als 90 Prozent des an die Salzburger Haushalte gelieferten Stroms aus erneuerbarer Energie, der überwiegende Teil stammt aus Wasserkraft. Doch die Wende können wir nicht schaffen, wenn wir nicht noch bewusster mit Energie umgehen. Die Steigerung der Energieeffizienz ist und bleibt daher das Leitthema für unser Unternehmen."

Vorstand Leonhard Schitter: "Wir glauben, dass Energieeffizienz, also die überlegte und sorgsame Erzeugung und Anwendung von Energie, das Zukunftsthema schlechthin ist. Daher steht Energieeffizienz als Schlüssel zur Energiewende auch im Zentrum unseres Handelns. Das beginnt damit, dass wir unsere Kunden beim Energiesparen unterstützen. Unsere erfolgreiche Aktion zum Umstieg auf LED-Lampen hat bei unseren Kunden eine Energieeinsparung von 15 Mio. Kilowattstunden bis 2020 zur Folge. Wenn wir die Energiewende wollen, und das wollen wir, dann müssen wir auch unser Mobilitätsverhalten ändern. Elektromobilität ist da eine ideale umwelt- und klimafreundliche Alternative. Ein voll besetzter Obus ersetzt über 100 Autos. Das bringt einerseits weniger Schadstoffe in der Luft und andererseits eine Entlastung unserer Straßen. Salzburg hat mit dem Obus ein gut funktionierendes Verkehrsmittel, das emissionsfrei fährt."

Obus-Remise: Standortfrage wird weiter geprüft

Über eine allfällige Übersiedelung der Obus-Remise von der Alpenstraße auf die ASFINAG-Gründe in Liefering wurde vom Vorstand ebenfalls in dieser Aufsichtsratssitzung berichtet. Der Aufsichtsrat hat den Vorstandsbericht zur Kenntnis genommen. Wichtigstes Ergebnis daraus ist, dass es für beide Standorte gute Gründe, Vorteile und Nachteile gibt. Zu einer finalen Entscheidung hat der Aufsichtsrat den Vorstand gebeten, eine vertiefende Prüfung anzustellen und bei nächster Gelegenheit darüber zu berichten.

DAS GESCHÄFTSJAHR AUF EINEN BLICK (1.1. - 31.12.2013)

BILANZKENNZAHLEN 2013 2012 Umsatz 1.363,4 Mio. Euro 1.477,1 Mio. Euro EGT 42,8 Mio. Euro 39,1 Mio. Euro Eigenkapitalquote 51,7 % 50,2 % PERSONALSTAND 2.001 2.041 ENERGIE Strom-Netzabgabe gesamt 4.285,1 GWh 4.246,3 GWh Erdgas-Netzabgabe gesamt 3.131,0 GWh 3.196,2 GWh Fernwärmeaufbringung 970,2 GWh 944,5 GWh Wasseraufbringung (in m3) 11,5 Mio. 12,0 Mio. SLB Fahrgastzahlen Obus 40,9 Mio. 40,5 Mio. Lokalbahn 4,8 Mio. 4,8 Mio. FestungsBahn, MönchsbergAufzug 2,4 Mio. 2,3 Mio. SLB Güterbeförderung Stammstrecke 56.501 t 86.000 t Fremdes Netz 2.614.431 t 2.375.501 t Summe transportierte Gütertonnen 2.670.932 t 2.461.501 t CableLink Kundenzahlen Kabel-TV 126.504 123.208 Internet 66.501 62.875 Telefonie 22.197 21.073

Rückfragen & Kontakt:

Sigi Kämmerer, Salzburg AG, Tel. 0662/8884-2802, pr@salzburg-ag.at
Geschäftsbericht 2013 unter
http://www.salzburg-ag.at/unternehmen/zahlen-fakten/

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SAG0001