Gerstl: Menschenverachtung darf keinen Platz in der österreichischen Politik haben

Mölzer-Rückzug nur auf Raten? – Nun entscheidet sich, ob Strache innerhalb oder außerhalb des Verfassungsbogens stehen will

Wien, 08. April 2014 (ÖVP-PK) "Es geht nicht darum, ob Andreas Mölzer auf Platz 1, 2 oder 3 kandidiert, sondern ob die FPÖ innerhalb des Verfassungsbogens bleiben möchte oder Rassismus in ihrer Partei weiterhin einen Platz haben soll", sagt ÖVP-Verfassungssprecher Wolfgang Gerstl zum heutigen Rückzug Mölzers als FPÖ-Spitzenkandidat. Offen bleibt, ob Mölzer auf einem hinteren Listenplatz kandidiert und damit von der FPÖ doch noch mit einem Mandat versorgt wird. "Der Teilrückzug als FPÖ-Spitzenkandidat löst nicht das Problem der FPÖ. Als Verfassungssprecher ist es mir wichtig, dass alle im Parlament vertretenen Parteien über jeden Zweifel von rassistischen Tendenzen erhaben sind. Ich fordere daher den Klubobmann der Freiheitlichen Partei Heinz-Christian Strache auf, sich klar zu den Werten der österreichischen Verfassung zu bekennen und auch nicht 'augenzwinkernd' rassistische Äußerungen in seiner Partei zu tolerieren, auch um der Stimmenmaximierung wegen." Es sei längst überfällig, dass Strache klare Worte spricht und Mölzer von der Liste streicht. Ansonsten duldet die Strache-FPÖ das Verhalten Mölzers weiterhin. Aber mit 'Neger'-Sagern, ewiggestrigen Beschimpfungen und rassistischen Entgleisungen hat sich Mölzer längst für jegliches politisches Amt disqualifiziert. ****

Ein tiefer Spalt in der FPÖ sei indes mehr als offensichtlich. "Strache hat das Heft des Handelns längst aus der Hand gegeben. Die überfälligen Konsequenzen hat nicht er gezogen, sondern Mölzer", so Wolfgang Gerstl, der abschließend festhält: "Dass Mölzer seiner Linie treu bleibt und nach unzähligen Verbal-Entgleisungen weiterhin davon spricht, 'nichts Unredliches getan zu haben',
zeigt, wes Geistes Kind er ist. Doch, Herr Mölzer: Ihre rassistischen Entgleisungen sind unerträglich, unredlich und schaden Österreich! Die Strache-FPÖ hat die österreichische Bundesverfassung lange genug mit Füßen getreten. Nun ist es an der Zeit, dass sich die FPÖ wieder innerhalb des Verfassungsbogens stellt, ihre radikalen Kräfte von den Listen und aus den Parlamenten streicht und mit Arbeit für unser Land von sich reden macht. Denn klar ist: Mit der Reputation unseres Landes spielt man nicht!"

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