Bundesheer: Entminungsdienst im Einsatz für die Sicherheit der Bevölkerung

Heute größere Einsätze in Wien, Graz und Spitz an der Donau; bereits 300 Einsätze seit 1. Jänner 2014

Wien (OTS/BMLVS) - Die Experten des Entminungsdienstes des Österreichischen Bundesheeres wurden heute zu drei Einsätzen mit Fliegerbomben-Blindgängern gerufen. In Wien Floridsdorf konnten sie in den Morgenstunden eine 125-Kilogramm Fliegerbombe amerikanischer Herkunft bergen und abtransportieren. Am Grazer Hauptbahnhof entschärfte der Entminungsdienst eine britische 250-Kilogramm Fliegerbombe. Der dritte Einsatz in größerem Umfang fand in Niederösterreich statt. Gegen 12.00 Uhr wurde ein Kriegsrelikt in Spitz an der Donau ausgebaggert. Es handelte sich um eine russische 100-Kilogramm Fliegerbombe, die von den Experten des Entminungsdienstes abtransportiert wurde.

"Die heutigen drei Einsätze zeigen, wie aktuell und zeitgemäß die Aufgaben des Entminungsdienstes auch im Jahr 2014 sind. Die Mitarbeiter sind täglich im Einsatz in ganz Österreich und sorgen damit für die Sicherheit unserer Bevölkerung", sagt Bundesminister Gerald Klug. In Zusammenarbeit mit der Polizei werden Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz der Bevölkerung getroffen. Der Entminungsdienst des Bundesheeres ist dafür zuständig, aufgefundene Kriegsrelikte zu beurteilen und zu identifizieren. Wesentliche Aufgaben sind die Bergung bzw. Beseitigung, der Abtransport und das Unbrauchbarmachen der Funde. Das Evakuieren und weitere Absuchen wird von den Kolleginnen und Kollegen der Polizei wahrgenommen.

Mit den heutigen Aktivitäten verzeichnet der Entminungsdienst in diesem Jahr bereits 300 Einsätze, etwa 160 davon allein in Niederösterreich. Seen und Flüsse zählen dabei ebenso zum Einsatzgebiet wie Wälder, Städte oder alpines Gelände, wo nach wie vor große Mengen an Munition aus den Weltkriegen liegen.

Wolfgang Korner, Leiter des Entminungsdienstes, zum richtigen Verhalten bei gefundenen Kriegsrelikten: "Auf keinen Fall berühren. Sollte jemand derartiges Material finden oder auch nur vermuten, so muss dieser Fund bei der nächsten Polizeiinspektion gemeldet werden." Mitarbeiter des Entminungsdienstes begeben sich dann unverzüglich zur Fundstelle und identifizieren das gefundene Kriegsrelikt. Besonders gefährliche Munition, die nicht transportiert werden kann, wird vor Ort vernichtet. 15 Mitarbeiter des Entminungsdienstes des Österreichischen Bundesheeres versehen an drei Standorten in ganz Österreich (Wien, Linz und Graz) ihren Dienst.

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