CONCORDIA Sozialprojekte zum Welt-Roma-Tag

Neues Projekt in Roma-Viertel in Rumänien

Wien (OTS) - Seit 1971 gedenken die Roma jährlich am 08. April dem Treffen in London, bei welchem die Flagge der Roma-Gemeinschaft und die Nationalhymne eingeführt wurden. Der Tag steht aber auch im Gedenken an Porajmos (das Verschlingen), mit dem an den Völkermord während des Nationalsozialismus dieser Volksgruppe erinnert werden soll. Nach wie vor sind Roma in unserer Gesellschaft sozial-benachteiligt. Rund zehn bis zwölf Millionen Roma leben heute in Europa, rund sieben Millionen davon in der Europäischen Union.

CONCORDIA Sozialprojekte ist seit 1991 als internationale Hilfsorganisation tätig. Alles begann am Bukarester Nordbahnhof und mit Straßenkindern. Heute kümmert sich CONCORDIA auch in Bulgarien und der Republik Moldau um vernachlässigte Kinder, Jugendliche und alte Menschen. "Wir betreuen natürlich auch Roma-Familien und Kinder von Roma", erklärt Mag. Ulla Konrad, Vorstand CONCORDIA und führt weiter aus: "Wir machen keinen Unterschied bei der Herkunft der Menschen. Concordia hilft allen. So haben wir inzwischen auch ein Projekt für Roma-Kinder in Rumänien realisiert." In Rumänien leben etwa zwei Millionen Roma.

Im November 2013 eröffnete die NPO in Mimiu - ein Vorort von Ploiesti - ein Lern- und Therapiezentrum, das sich vor allem auch an Kinder und Jugendliche aus Roma-Familien richtet. "Wir bieten im Casa Cristina Beratung und ein After-School-Programm sowie therapeutische Maßnahmen - unter anderem Logopädie - an", so Ulla Konrad über das Projekt. In Mimiu leben rund 1.200 Roma unter erbärmlichen Bedingungen. Einige Kinder sind nie zur Schule gegangen und diejenigen, die zur Schule gingen, laufen Gefahr, diese zu verlassen. Ulla Konrad dazu: "Die meisten Eltern haben keinen Arbeitsplatz, die Lebensbedingungen sind schlecht und ungesund. Es ist beschämend, dass auch heute noch Roma am Rande unserer Gesellschaft leben und nicht integriert werden."

Über CONCORDIA Sozialprojekte

CONCORDIA ist eine internationale Non-Profit-Organisation (NPO) mit Hauptsitz ins Wien, welche sich am humanistischen Weltbild orientiert. Seit mehr als 20 Jahren realisiert die Hilfsorganisation soziale Projekte und Einrichtungen für benachteiligte Kinder und Jugendliche sowie - seit 2008 auch für alte Menschen in Not führt. CONCORDIA engagiert sich in Rumänien (seit 1991), der Republik Moldau (seit 2004) sowie Bulgarien (seit 2008).

Die Weiterentwicklung der Organisation hat CONCORDIA-Gründer Pater Georg Sporschill SJ 2012 in die Hände von Mag. Ulla Konrad und Pater Markus Inama SJ gelegt und sich aus dem Projekt zurückgezogen.

www.concordia.or.at

Über Casa Cristina

Der Stadtteil Mimiu stellt eine der besonders marginalisierten Wohngegenden von Ploiesti (rund 60 km von Bukarest) dar. Etwa 1.200 Roma leben im Stadtteil, rund 6.000 Roma - so die offizielle Zahl -leben in Ploiesti. Der Fokus des Hauses liegt bei Kindern und Jugendlichen zwischen 6 und 15 Jahren, die aus Roma-Familien stammen. Übergeordnetes Ziel des Lern- und Therapieangebotes ist es, Kinder aus benachteiligten Milieus und insbesondere Kinder aus Mimiu bei der Bewältigung der Grundschule und beim Erwerb zentraler Basiskompetenzen (lesen, schreiben, rechnen und Grundkenntnisse der EDV) sowie in ihrer psychischen Entwicklungsmöglichkeiten zu unterstützen. Darüber hinaus sollen im Casa Cristina auch soziale Kompetenzen gestärkt, deren individuellen Interessen und Potentiale gefördert werden.

Rückfragen & Kontakt:

Birgit Wagner, Kommunikation
birgit.wagner@concordia.or.at
Tel.: +43(0)1-212 81 49-26
Mobil: +43(0)664-7334 3551

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