Yilmaz: Mehrsprachigkeit und rasche Anerkennung von Bildungsabschlüssen als Schlüssel zu besserer Integration

Wien (OTS/SK) - Trotz offenbar positiver Beurteilung der Rot-Weiß-Rot-Karte liegt Österreich laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung für den Bereich "Zuwanderung" im europäischen Vergleich nur an 32. Stelle. Deshalb fordert SPÖ-Integrationssprecherin Nurten Yilmaz das "Abarbeiten" des von den Regierungsparteien beschlossenen Arbeitsprogramms für den Bereich Integration. "Wir dürfen nicht aus den Augen verlieren, dass wir uns im Regierungsprogramm zum Ziel gesetzt haben, die gesellschaftliche Vielfalt als Chance für Österreich zu begreifen", so Yilmaz am Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Und weiter: "Es stellt sich die Frage, ob die erst kürzlich geschaffenen ExpertInnenräte ausreichen, um Defizite und Ressentiments abzubauen und Potenziale weiterzuentwickeln". ****

In der Studie der Bertelsmann-Stiftung wurde insbesondere kritisiert, dass Menschen mit Migrationshintergrund in Österreich noch immer schlechtere Chancen im Bereich der Bildung oder auf dem Arbeitsmarkt haben. Daher fordert Yilmaz dringend die Förderung der Mehrsprachigkeit an Schulen und später eine Verbesserung des Zugangs und der Aufstiegschancen für MigrantInnen am österreichischen Arbeitsmarkt. "Es ist noch immer so, dass zugewanderte Menschen oft Tätigkeiten verrichten, die weit unter ihrer Qualifikation liegen und schlecht bezahlt sind. Das muss ein Ende haben", so Yilmaz, die betont, dass Österreich es sich nicht leisten könne, auf dieses große Potenzial zu verzichten.

Mehrsprachigkeit sei ein Mehrwert für unsere Gesellschaft und bedeute einen Gewinn für die Wirtschaft. "Das ist ein Potenzial, das gefördert werden muss", so Yilmaz. Um eine Diskriminierung von jungen MigrantInnen am Arbeitsmarkt zu verhindern, braucht es neben der rascheren Anerkennung von Bildungsabschlüssen, Sensibilisierungsmaßnahmen für Unternehmen. Der in der Studie kritisierte schwere Zugang zur österreichischen Staatsbürgerschaft müsse - so Yilmaz - dringend einer Reform unterzogen werden. "Der SPÖ-Parlamentsklub will sich in einer breitangelegten Arbeitssitzung den Herausforderungen im Staatsbürgerschaftsrecht stellen und künstlich errichtete Hürden abbauen, um letztendlich eine bessere Integration zu erreichen", so Yilmaz. (Schluss) sc/rm/mp

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