Mückstein zu Weltgesundheitstag 2014: Prävention muss ausgebaut werden

Grüne: Kein koordiniertes Vorgehen im Bereich Prävention erkennbar

Wien (OTS) - "Laut einer OECD-Studie haben die ÖsterreicherInnen nur Aussicht auf 59,4 gesunde und beschwerdefreie Lebensjahre und damit deutlich weniger als der EU-Durchschnitt mit 60,7 Jahren. Bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung von mehr als 80 Jahren gehen demnach mehr als 20 Jahre an Lebensqualität durch Krankheiten verloren", sagt die Grüne Gesundheitssprecherin Eva Mückstein.

"Trotzdem fallen nur 1,9 Prozent der Gesundheitsausgaben in Österreich auf Gesundheitsförderungs- und Präventionsprogramme. Das ist deutlich niedriger als das OECD-Mittel von 3 Prozent", ärgert sich Mückstein und ergänzt: "Im Bereich Prävention gibt es derzeit viele Einzelinitiativen, aber kein koordiniertes Vorgehen. Außerdem werden viele sinnvolle Maßnahmen, wie zum Beispiel eine zahnärztliche Untersuchung im Rahmen des Mutter-Kind-Passes, immer wieder abgelehnt".

Einen Ausbau fordern die Grünen auch bei der sogenannten Verhältnisprävention. Diese zielt darauf ab, die Lebenswelten und die jeweiligen Arbeitsbedingungen so zu gestalten, dass Gesundheit gefördert und Unfälle oder Krankheiten verhütet werden.

Darüber hinaus gibt es Nachholbedarf bei der Gesundheitskompetenz der Bevölkerung. "Bei der "EU Health Literacy Survey" wiesen unter acht untersuchten Ländern nur Spanien und Bulgarien schlechtere Ergebnisse als Österreich auf. So liegt der Anteil von Menschen mit mangelnder und problematischer Gesundheitskompetenz in Österreich mit 55 Prozent deutlich über dem EU-Durchschnitt von 47 Prozent. Besonders bei den Risikogruppen, dazu zählen insbesondere ältere Menschen über 75, Menschen mit niedrigem Bildungsstatus, Menschen mit chronischen Krankheiten und Menschen die finanziell eingeschränkt sind, sind Maßnahmen für die Hebung der Gesundheitskompetenz dringend notwendig", schließt Mückstein.

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