Massenimpfkampagne nach Poliofall

Syrische Flüchtlingskinder besonders gefährdet

Wien (OTS) - UNICEF und WHO haben am Sonntag eine Polio-Massenimpfkampagne gestartet. Innerhalb von fünf Tagen sollen in Syrien, Irak und Ägypten über 20 Millionen Kinder geimpft werden. Für den Irak ist es die erste landesweite Impfkampagne nach der Bestätigung eines Poliofalles am 30. März: ein 6-Monate alter Bub aus Rusafa, nördlich von Bagdad, wurde infiziert.

"Dieser erste Poliofall nach 14 Jahren im Irak ist eine Mahnung an das Risiko für die Kinder in der ganzen Region", sagt Maria Calivis, UNICEF-Regionaldirektorin für den Mittleren Osten und Nordafrika. "Nun ist es noch dringender den Impfschutz aufzufrischen und jedes Kind mehrmals zu erreichen. Dies ist der einzige Weg, wie wir diesen Ausbruch stoppen können."

Vor allem die syrischen Kinder auf der Flucht oder im Kriegsgebiet selbst sind gefährdet - viele haben aufgrund ihrer tragischen Lebensumstände keinen aufrechten Impfschutz mehr.

Bereits im Oktober 2013 wurden Poliofälle in Syrien bestätigt. Seit damals wurden 25 Poliokampagnen in der Region durchgeführt, darunter fünf in Syrien und sechs im Irak. UNICEF hat allein nach Syrien seit Beginn des Ausbruchs 14 Millionen Einheiten Polioimpfstoff geliefert.

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