AK zu Lkw-Maut: Unterstützung für Vorstoß der Länder

Landesverkehrsreferenten fordern sinnvolle Vereinheitlichung der Lkw-Maut

Wien (OTS) - AK zu Lkw-Maut: Unterstützung für Vorstoß der Länder Landesverkehrsreferenten fordern sinnvolle Vereinheitlichung der Lkw-Maut
"Bis 2017 muss das bestehende Lkw-Mautsystem auf der Autobahn neu aufgesetzt wer-den. Bei dieser Gelegenheit muss die Lkw-Maut besser geregelt werden. Der parteiüber-greifende Vorstoß der Bundesländer mit der Ausweitung der Lkw-Maut auf die Landes- und Gemeindestraßen geht genau in die richtige Richtung", sagt die Leiterin der AK Ver-kehrsabteilung Sylvia Leodolter. Mit einem neuen einheitlichen Mautrahmen "aus einem Guss" kann das Ausweichen von Lkw auf Landes-und Gemeindestraßen und die über-mäßige Straßenschädigung durch Lkw angegangen werden. "Wer die Schäden verur-sacht, soll auch dafür aufkommen", so Leodolter. Eine verursachergerechte Lkw-Bemautung führt zu einer besseren Logistik. Erfahrungen mit der Lkw-Maut auf Autobah-nen zeigen, dass eine Bemautung nicht zu höheren Preisen für die Konsumenten und Konsumentinnen führt. Bisher zahlen die SteuerzahlerInnen zum Großteil über die Mehr-wert- und Lohnsteuer das derzeitige System. Das muss endlich geändert werden.
Abseits der Autobahn muss das 110. 000 km lange Netz an Landes- und Gemeindestra-ßen dringend saniert werden. Laut einer Studie der TU-Wien sind rund 50 Prozent aller Straßen in schlechtem Zustand. Jährlich werden alleine dreistellige Millionenbeträge be-nötigt, nur um den derzeitigen Straßenzustand halten zu können. Die Grundregel im Straßenbau besagt schlicht, dass die Straßenschädigung mit der vierten Potenz des Achsgewichts zunimmt.
"Ein durchschnittlicher Lkw nützt die Straße um rund das 50. 000-fache mehr als ein Pkw ab. Dies gilt umso mehr für Brücken. Wird jetzt nicht saniert, fällt das in Zukunft noch teurer aus. Die Schweiz macht es längst und die deutsche Regierung geht auch in diese Richtung", so Leodolter.

Bedenken hinsichtlich einer Belastungswelle für KonsumentInnen durch eine Lkw-Maut teilt die Arbeiterkammer nicht. "Diese Nebelgranaten der Frächterlobby haben sich schon 2004 bei Einführung der Lkw-Maut auf der Autobahn als haltlos erwiesen und werden auch mit einer Mautausdehnung aufgrund des Transportkostenanteils erst recht nicht stimmiger", sagt Leodolter. Laut Studie des Österreichischen Instituts für Raumplanung (ÖIR) können sich Güter und Dienstleistungen im Durchschnitt maximal um 0,14 Prozent durch eine Mautausdehnung verteuern.

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