Willi zu flächendeckender Lkw-Maut: Drei Fliegen mit einer Klappe

Grüne: Freie Hand für Länder ist Riesenchance

Wien (OTS) - "Ich bin froh, dass 13 Jahre nach Einführung der flächendeckenden Lkw-Maut in der Schweiz endlich auch in Österreich die Diskussion darüber beginnt", sagt der grüne Verkehrssprecher Georg Willi und ergänzt: "Die Maut löst drei Probleme. Und Ministerin Bures will den Ländern freie Hand gewähren. Das ist eine Riesenchance. Die Länder könnten endlich eigene Einnahmen im Verkehrsbereich lukrieren."

"Die Hälfte der Einnahmen sollte in den Erhalt der Landes- und Gemeindestraßen fließen, weil die unter den Belastungen des Schwerverkehrs langsam 'zerbröseln'. Die andere Hälfte in den Ausbau des Öffi-Angebotes. Begründen lässt sich die Mautausweitung sehr leicht: Der Schwerverkehr trägt nur 21 Prozent seiner Kosten für Straßenbau- und -erhaltung, Unfälle und Umweltbelastung. Die Mautausweitung würde das Transportsystem effizienter machen, die durchschnittlichen Produktpreise aber nur mit zusätzlichen 0,14 Prozent belasten", meint Willi.

Entscheidend sei aber, dass drei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden. "Der Straßenerhalt wird den Ländern und Gemeinden erleichtert, der Öffi-Ausbau angekurbelt und die Lkw-Mautflucht von der Autobahn auf die Landesstraße beendet, weil es sich nicht mehr auszahlt. "Damit können viele Orte und Regionen im wahrsten Sinne des Wortes aufatmen", sagt Willi.

"Bevor jetzt wieder das Jammern beginnt, sollten diese wichtigen Argumente ernsthaft diskutiert und dann über die tatsächliche Höhe und die technische Umsetzung beraten werden. Ich hoffe jedenfalls, dass die Länder ihre Chance ergreifen und nicht nur nach neuen Bundesgeldern für Verkehrsanliegen rufen", schließt Willi.

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