Pensionsvorsorge und finanzielle Absicherung der Familie sind Leitmotive beim Abschluss einer Lebensversicherung

Garantierte Leistungen und Sicherheit in der Veranlagung als wichtigste Kriterien

Wien (OTS) - Private Lebensversicherungen sind in Österreich ein elementar wichtiges Instrument, wenn es um Sicherheit und die persönliche Vorsorgeplanung geht. Die Gründe warum Österreicherinnen und Österreicher eine Lebensversicherung abschließen, sind in erster Linie mit den Aspekten Pensionsvorsorge für eine lebenslange Rente (42%), finanzielle Absicherung für die Familie bzw. Hinterbliebenen im Todesfall (29%) und Vermögens- bzw. Kapitalaufbau für die Zukunft (28%) verbunden, wie aus einer aktuellen Umfrage der GfK-Austria hervorgeht. Für mehr als die Hälfte der Befragten (52%) ist die garantierte Leistung das zentrale Kriterium beim Abschluss einer Lebensversicherung. Die gleiche Relevanz hat der Faktor Sicherheit in der Veranlagung der eingezahlten Prämien, der für fast jeden Zweiten (46%) ausschlaggebend ist.

"Diese Ergebnisse unterstreichen einmal mehr, welch besonderes Augenmerk in Österreich auf Sicherheit und Garantie gelegt wird, wenn es ums Vorsorgen und Veranlagen geht", sagt DI Manfred Rapf, Vorsitzender der Sektion Lebensversicherung im österreichischen Versicherungsverband VVO. "Zwei wesentliche Kriterien, die ausschließlich die klassische Lebensversicherung als Vorsorgeprodukt in sich vereint", ergänzt Rapf.

Garantie, Sicherheit und Risikoschutz sind wichtiger als hohe Rendite

Das entscheidende Merkmal der klassischen Lebensversicherung ist der Anspruch auf die volle, vereinbarte Versicherungssumme auch schon nach der Einzahlung einer einzigen Prämie. Der Versicherungsschutz steht beim Abschluss damit ganz klar im Vordergrund. Die Prämien dienen nicht nur dem Aufbau von Kapital, sondern decken auch die Kosten des Lebensrisikos ab. Im Erlebensfall hat der Versicherte auf Wunsch Anspruch auf eine lebenslange Rente ohne Rücksicht auf die Lebensdauer. Die Höhe der Rendite ist zweitrangig. Dies bestätigt sich auch in der aktuellen GfK-Austria-Umfrage. Demnach ist eine möglichst hohe Rendite nur für 20% der Befragten als wesentliches Motiv für den Abschluss einer Lebensversicherung entscheidend.

Österreicher mit Lebensversicherungen dürfen nicht verunsichert werden

In Österreich gibt es rund 9,8 Mio. abgeschlossene Lebensversicherungsverträge. Den höchsten Anteil macht dabei die klassische Lebensversicherung mit rund 7 Mio. Verträgen aus. Darin zusammengefasst sind Erlebens- und Ablebensversicherungen (inkl. Kreditrestschuld), die klassische Rentenversicherung, die prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge sowie die Kapitalversicherung. Dem gegenüber stehen rund 2,8 Mio. fondsgebundene Lebensversicherungsverträge.

Die stete Garantiezinsdebatte in Deutschland löst auch in Österreich immer wieder Verunsicherung aus und wirft Fragen in Bezug auf die Einhaltung der Garantiezinszusage auf. Die Entscheidung der europäischen Zentralbank, das Zinsniveau niedrig zu halten, lässt die Sorgen steigen, dass die Versicherungen den garantierten Zinssatz auf lange Sicht nicht mehr erzielen können.

"Die österreichische Versicherungswirtschaft ist mit jener in Deutschland nicht eins zu eins vergleichbar", erläutert Rapf. "In Deutschland lag das Garantiezinsniveau vor allem im Bereich der Rentenversicherung über einen viel längeren Zeitraum bei 4% als in Österreich, d.h. der durchschnittlich von österreichischen Anbietern zu erwirtschaftende Ertrag, um die abgegebenen Garantieversprechen einhalten zu können, liegt mehr als einen halben Prozentpunkt niedriger als in Deutschland", streicht Rapf die Unterschiede hervor.

Garantiezinszusagen sind in Österreich langfristig abgesichert Die österreichischen Anbieter von Lebensversicherungen können garantieren, dass sie die vereinbarten Zinssätze auch künftig einhalten werden. Der durchschnittliche Garantiezinssatz über alle Deckungsstöcke liegt in Österreich per Jahresende 2013 bei 2,8%. Fakt ist, dass die österreichischen Versicherungen im Branchendurchschnitt trotz der anhaltenden Niedrigzinsphase per Jahresende 2013 eine Gesamtverzinsung von 3,25% geboten haben, womit sie auch deutlich über dem aktuellen Sparzinsniveau liegen. Keine andere Vorsorgeform bietet diese Kombination aus sicherem Ertrag und Risikoschutz.

80 Mio. Euro Zinszusatzreserve für die Sicherheit der Garantiezinszusagen

Zum Schutz der Versicherten hat die Finanzmarktaufsicht 2013 als zusätzliche Absicherung eine verpflichtende Zinszusatzrückstellung verordnet. Damit wird gewährleistet, dass Versicherungen auch bei einem weiter anhaltenden Niedrigzinsumfeld für die Zukunft jederzeit die gesetzlichen Verpflichtungen und vertraglich vereinbarten Garantien sicherstellen können. Die Finanzierung geht im Gegensatz zu Deutschland nicht zu Lasten der Versicherten im Rahmen ihrer Gewinnbeteiligung, sondern zur Gänze zu Lasten der Versicherungsunternehmen. Diese Zinszusatzrückstellung hat die ausgewiesenen Gewinne der Lebensversicherungen in den Bilanzen 2013 um etwa 80 Mio. Euro geschmälert.

Österreich hat Nachholbedarf im europäischen Vergleich

Insgesamt hat Österreich im europäischen Vergleich immer noch einen enormen Nachholbedarf in der Durchdringung der Lebensversicherung. Während im westeuropäischen Durchschnitt rund 4,5% der Wirtschaftsleistung (BIP) in die private Lebensversicherung fließen, sind es in Österreich mit 2,1% weniger als die Hälfte. Damit positioniert sich Österreich als klares Schlusslicht Westeuropas.

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