Pressemeldung zur aktuellen Berichterstattung - Studie des Familienministeriums "Generations and Gender Survey"

Grubner: "Die Geburtenrate steigt, wenn auch Väter die Chance haben und nützen, ihren Kinderbetreuungsanteil aktiv wahrzunehmen"

St. Pölten (OTS) - "Ab Mitte 30 entscheidet sich beinahe die Hälfte der österreichischen Paare mit vorherigem Kinderwunsch gegen die Elternschaft", bedauert der Präsident der Interessenvertretung der NÖ Familien, Prof. Dr. Grubner.

Dieses Ergebnis der von Familienministerin Sophie Karmasin vorgestellten Vergleichsstudie "Generations and Gender Survey" spreche eine deutliche Sprache. "Kinder müssen für unsere Paare nicht nur erstrebenswert, sondern tatsächlich auch erlebbar werden", fordert Grubner und setzt auf ein Umdenken der Wirtschaftsverantwortlichen.

Vergleichende Studien beweisen, dass eine familienfreundliche Firmenpolitik auch die Väter eher ermutigt, Kinderbetreuung in Form der Väterkarenz aktiv zu übernehmen und dies erhöht - so zeigt es sich in anderen Ländern - auch die Geburtenrate nachhaltig. Den Anstrengungen, Familie und Beruf besser als bisher vereinbaren zu können, kommt zukünftig ebenfalls besondere Priorität zu.

Die von Familienministerin Karmasin angekündigte Arbeitsgruppe zum Thema Kindergeld-Konto ähnlich dem Pensions-Konto begrüßt Grubner. Der Wegfall des zweiten Einkommens und die damit verbundenen finanziellen Einbußen erfordern intelligente Lösungen. Ob allerdings die geplante Ausweitung und die Flexibilisierung der Arbeitszeit der richtige Weg für eine familienfreundliche Gesellschaft sein kann, bezweifelt der Präsident. "Denn was Familien brauchen, sind Geld, Infrastruktur und Zeit", betont Grubner.

Er verweist in diesem Zusammenhang auf die in Niederösterreich erfolgreiche Strategie, den Vormittagskindergarten gratis anzubieten und hofft, dass auch das Tagesmütter-Modell eine spürbare Aufwertung erfährt. "Tagesmütter leisten beste Betreuungsarbeit, da sie in familienähnlichen Situationen auf die Bedürfnisse der Kinder adäquat eingehen können", schließt Präsident Grubner.

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