Plädoyer für Ausbau der Kinderbetreuung beim Unternehmerinnenkongress

Unternehmerinnenkongress von "Frau in der Wirtschaft" unter dem Motto "Stubenhocken war gestern" am 3./4. April in Graz

Graz (OTS/PWK227) - "Stubenhocken war gestern": Unter diesem Motto geht seit heute, Donnerstag, Vormittag im Grazer Congress der 3. österreichische Unternehmerinnenkongress von "Frau in der Wirtschaft" über die Bühne. Ein vielseitiges Programm, internationale Referenten und zahlreiche hochkarätige Podiumsgäste lockten mehr als 400 Unternehmerinnen von 3. bis 4. April in die steirische Landeshauptstadt.

Bei der bis auf den letzten Platz ausgebuchten Veranstaltung im Grazer Congress standen Netzwerken und Tipps zur gesunden Unternehmensführung im Mittelpunkt. Und eines war schon vor dem Unternehmerinnenkongress klar: Im Business herrscht längst geballte Frauenpower. So steht etwa hinter jeder dritten Neugründung in der Steiermark eine Frau. "Man kann also sagen, die Wirtschaft ist weiblich. Darauf sind wir sehr stolz", betont "Frau in der Wirtschaft"-Bundesvorsitzende und Kongress-Initiatorin Adelheid Moretti, die sich besonders freute, den Kongress und zahlreiche Ehrengäste wie WKÖ-Präsident Christoph Leitl, WKÖ-Generalsekretärin Anna Maria Hochhauser, WKO-Niederösterreich-Präsidentin Sonja Zwazl, Landtagspräsident Franz Majcen, LR Christian Buchmann, VP-Klubobfrau Barbara Eibinger, WKO-Steiermark-Direktor Karl-Heinz Dernoscheg sowie WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk, BM a.D Beatrix Karl und LAbg. Alexandra Pichler-Jessenko in ihrer Heimatstadt begrüßen zu können.

Hochkarätiger Talk mit Karmasin, Leitl, Herk und Moretti

Was es braucht, damit Frauen in der Wirtschaft erfolgreich mitgestalten können, stand im Mittelpunkt des mit Familienministerin Sophie Karmasin, WKÖ-Präsident Christoph Leitl, Josef Herk (Präsident WK Steiermark) und FiW-Bundesvorsitzender Adelheid Moretti hochkarätig besetzten Eröffnungstalks. Einhellig bekannten sich die Diskutanten zum flächendeckenden Ausbau von Kinderbetreuungsstätten, zu flexibleren Arbeitszeitmodellen und einer dringenden Neuregelung bei Ferienzeiten in Kindergärten und Schulen. So definierte Ministerin Karmasin in ihren Plänen ganz klar, in Sachen Kinderbetreuung anpacken zu wollen: "Die größte Ausbauoffensive im Bereich Kinderbetreuung soll noch vor dem Sommer auf Schiene sein. Es braucht nicht nur für Unternehmerinnen, sondern für alle Mütter und Väter flächendeckende Betreuungseinrichtungen."

WKÖ-Präsident Leitl betonte, dass auch die Öffnungszeiten deutlich flexibler werden müssen: "Das fehlt uns im internationalen Vergleich und stellt Mütter und Väter, ob Unternehmer oder Angestellte, vor enorme Herausforderungen. Und auch die Ferienzeiten müssen endlich überarbeitet werden, denn weder Unternehmer noch Angestellte haben im Sommer zwei Monate Urlaub." Dieser Punkt traf auch bei Herk und Moretti auf große Unterstützung. Beide unterstrichen, dass schulautonome Tage und Betreuung von Kindern in Randzeiten eine große Herausforderung für die heimischen Unternehmer und Unternehmerinnen sind.

Moretti: "Wir fordern zudem eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten. Wer sagt, dass eine 40-Stunden-Woche immer von Montag bis Freitag, von acht bis fünf dauern muss?", so die FiW-Vorsitzende, die die aktuellen Pläne der Regierung dazu als positiven Schritt in die richtige Richtung sieht. Angepackt werden müsse auch bei den Themen "weniger Bürokratie" und "Steuererleichterungen für Unternehmer", machten Herk und Leitl deutlich. Leitl: "Wir arbeiten Schritt für Schritt. Jede auch noch so kleine Erleichterung schafft Optimismus bei den Unternehmern. Und das stärkt den Standort, die Wirtschaft."

Wie sehr positiver "Drive" einen Standort beflügeln kann, zeigte Herk am jüngsten "Wirtschaftswunder Spielberg": "Keiner hätte gedacht, dass am Ring wieder ein solches Sportereignis möglich ist. Ein Event der Superlative, das der Wirtschaft und dem Standort Millionen bringt."

Von Geheimdiensttricks und Petticoats

Was Unternehmerinnen von 007 lernen können und wie man mit Petticoats international durchstartet, was ein "Elevator Pitch" mit Kundenakquise zu tun hat, wie man einem Burn-out vorbeugt und was perfektes Self-Branding ist - das zeigten den begeisterten Unternehmerinnen die Top-Referenten Fraya Schuhmann: "Elevator Pitch - Kundenakquise und Netzwerken", Mag. Brigitte Stampfer:
"Self-Branding: Sie sind das Original", Dr. Silvia Dirnberger-Puchner: "Burnout - eine Gefahr für Mensch und Unternehmen", Lena Hoschek: Designerin im Unternehmerinnen-Talk, Leo Martin: "Geheimwaffen der Kommunikation", sowie Othmar Karas, Vizepräsident des Europäischen Parlaments: "Europatalk". (SR)

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