WIFO-Aiginger: Sozialpartnerschaft prägt wirtschaftlichen Erfolg

Länder mit ausgeprägter Sozialpartnerschaft schneiden wirtschaftlich besser ab

Wien (OTS/PWK213) - Die Sozialpartnerschaft hat maßgeblich dazu beigetragen, dass Österreich heute eine der wettbewerbsstärksten Ökonomien Europas ist, betonte WIFO-Chef Karl Aiginger am Dienstagvormittag bei der Tagung des Beirats für Wirtschafts- und Sozialfragen und des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses. Anlass der hochkarätig besetzten Veranstaltung unter dem Titel "Den Wandel gestalten" in der Wirtschaftskammer Österreich ist das 50-jährige Jubiläum des Beirats für Wirtschafts- und Sozialfragen.

Um die Effekte der Sozialpartnerschaft auf die wirtschaftliche Entwicklung zu messen, hat das WIFO Länder mit einer intensiv ausgeprägten Sozialpartnerschaft (neben Österreich Belgien, Dänemark, Schweden, die Niederlande und Norwegen) mit Staaten mit einer schwach ausgeprägten Sozialpartnerschaft (Italien, Griechenland, Schweiz, UK) verglichen.

"Das Ergebnis ist ein wahres Geburtstagsgeschenk für die Sozialpartnerschaft: In Ländern wie Österreich ist die Wirtschaft nach allen Kriterien besser aufgestellt", betonte Aiginger. So liegt die Arbeitslosenrate in der Gruppe der Länder mit intensiver Sozialpartnerschaft in den Jahren 2008 bis 2012 bei 5,4 Prozent, in den Ländern mit geringer Intensität hingegen bei 7,8 Prozent, also um mehr als 2 Prozentpunkte höher. Auch bei Jugendarbeitslosigkeit, Beschäftigungsquote, Einkommensgleichheit, Lohnzuwachs und BIP-Wachstum schneiden Länder mit intensiver Sozialpartnerschaft deutlich besser ab.

Damit Österreich ein erfolgreicher Wirtschaftsstandort bleibt, müsse aber sehr viel getan werden, betonte der Ökonom. "Es braucht eine gezielte Strategie zur Stärkung der Wachstumstreiber für die Zukunft", verwies Aiginger auf Handlungsbedarf in den Bereichen Innovationsförderung, Bildung und Forschung. (PM)

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