"Europe sings": Musikalisches ORF-Friedensprojekt eröffnet Wiener Festwochen 2014 - Acht europäische Länder sind dabei

Pressekonferenz zum Auftakt des nationalen Chorwettbewerbs

Wien (OTS) - Dass unser Land eine Nation der Sänger und Musiker ist, bewies nicht zuletzt vor drei Jahren die ORF-Initiative "Österreich singt", die einen fulminanten Erfolg feierte. Im Finale des spektakulären Chorevents sangen rund 80.000 Menschen miteinander Beethovens "Ode an die Freude" und bildeten damit auf der Bühne der Wiener-Festwochen-Eröffnung 2011 am Rathausplatz Österreichs größten Chor. An Außenstellen in den Bundesländern beteiligten sich weitere Tausende Musikbegeisterte und vor den heimischen Bildschirmen verfolgten bis zu 629.000 Zuseher/innen die ORF-Live-Übertragung.

Unter dem Titel "Europe sings" hat der ORF - anlässlich des Gedenkens an den Beginn des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren - eine Fortsetzung gestartet. Die besten Chöre aus insgesamt acht Ländern eröffnen in einem gemeinsamen Konzert am 9. Mai die Wiener Festwochen 2014 und setzen damit am offiziellen Europatag ein Zeichen des Friedens - ORF 2 und 3sat übertragen das Chorprojekt der Superlative live. Zuvor findet im Vorfeld ein nationaler Chorwettbewerb statt, dessen Sieger Österreich würdig vertreten wird. Anlässlich dieser bevorstehenden Ausscheidung Anfang April in Salzburg stellten der ORF und seine Partner heute, am Freitag, dem 28. März, "Europe sings" im Rahmen einer Pressekonferenz in Wien vor.

ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz: "Eine völkerverbindende Aktion, die erneut Kulturkompetenz des ORF unter Beweis stellt"

ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz: "Mit 'Europe sings' präsentiert der ORF eine aufsehenerregende völkerverbindende Aktion zum Gedenkjahr. Eine Bühne, acht Länder, Tausende Menschen: Wir laden sangesfreudige Europäerinnen und Europäer ein, am Wiener Rathausplatz ihre Stimmen für ein gemeinsames Europa zu erheben. Mit dieser Initiative stellt der ORF erneut seine im internationalen Vergleich einzigartige Kulturkompetenz unter Beweis. Unter der Federführung der ORF-TV-Kultur, gemeinsam mit dem Österreichischen Chorverband, dem ORF-RSO Wien und dem Arnold Schoenberg Chor sowie im Verbund mit den Wiener Festwochen und der EBU, macht 'Europe sings' den Europatag zu einem Konzert der ganz Großen. Neben dem Neujahrskonzert und dem Sommernachtskonzert wird der ORF somit ein drittes großes europaverbindendes Kulturereignis für die EBU produzieren."

ORF-Fernsehdirektorin Mag. Kathrin Zechner: "Ein künstlerischer Dialog als Ausdruck des Friedens"

"Die großen Katastrophen des 20. Jahrhunderts konnten alleine durch die Dialogfähigkeit der Völker überwunden und gelöst werden. Die Bekundung des Friedenswillen und zur Kooperation ganzer Nationen auch als Ausdruck jedes einzelnen Individuums haben diesen Prozess in Gang gesetzt. Mit der Initiative 'Europe sings' im Gedenkjahr zum Beginn des Ersten Weltkriegs zeigen wir, dass dieser Gedanke für jeden einzelnen Menschen weiterhin gilt. Wir singen alle in einem europäischen Chor, müssen Gemeinsamkeiten begreifen und Unterschiede respektieren. Ich bin sehr froh, dass wir als ORF für Österreicherinnen und Österreicher dieses Projekt umsetzen", sagt ORF-Fernsehdirektorin Mag. Kathrin Zechner.

ORF-TV-Kulturchef Martin Traxl: "Wichtige politische und soziale Dimension"

ORF-TV-Kulturchef Martin Traxl begrüßte im Rahmen der Pressekonferenz "Europe sings" und präsentierte - gemeinsam mit ORF-RSO-Intendant Mag. Christian Scheib, dem Leiter der Arnold Schoenberg Chors, Erwin Ortner, dem Präsidenten des Österreichischen Chorverbands, Wolfgang Ziegler, und Festwochen-Geschäftsführer Wolfgang Wais - die Projektdetails. Dabei hob Traxl besonders das Datum des Finales hervor. "Der 9. Mai, der Europatag 2014, ist - 100 Jahre nach Beginn des Ersten Weltkriegs, und noch dazu vor der bevorstehenden EU-Wahl, ein starker, sehr symbolträchtiger Tag. 'Europe sings' bekommt dadurch eine wichtige politische und soziale Dimension."

Diese wird sich, laut dem künstlerischen Leiter des Projekts, Erwin Ortner, und Festwochen-Geschäftsführer Wolfgang Wais, vor allem im Programm des Europakonzerts niederschlagen, das einen weiten musikalischen Bogen spannt und die Vielfalt der Länder und ihrer Chöre in den Vordergrund stellt, abseits jeglicher Nationalismen. Die einzelnen Teilnehmer treten zunächst mit eigenen Werken auf, die durchaus vom Lokalkolorit geprägt sein werden, um dann zu Gustav Mahlers "Auferstehungssymphonie" zu einem großen Ganzen zusammenzuwachsen. Eine Live-Schaltung in die europäische Kulturhauptstadt Riga, wo lettische Chöre mitsingen werden, ist ebenfalls vorgesehen. Unter den bisher zwölf europäischen Ländern, die "Europe sings" ausstrahlen werden, findet sich auch die politisch heftig krisengeschüttelte Ukraine. "Ein starkes Signal für Europa und für die Welt", so Traxl.

Der nationale Wettbewerb am 5. und 6. April in Salzburg: 16 Chöre und prominente fünfköpfige Fachjury

Aus dem breiten Spektrum der österreichischen Chorlandschaft wurden insgesamt 16 herausragende Chöre aus allen Bundesländern zum nationalen Wettbewerb für "Europe sings" zugelassen, der am 5. und 6. April im Salzburger Mozarteum stattfindet. Die Ensembles - je zwei aus Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, der Steiermark, Kärnten, Salzburg und Vorarlberg, je einer aus Tirol und dem Burgenland - sind zwischen vier und 100 Personen stark, darunter u. a. Kinder- und Jugendgruppen, gemischte Chöre sowie ein Männerchor. Nur einer davon wird Österreich beim Finale am 9. Mai 2014 vertreten. Eine hochkarätig besetzte fünfköpfige Fachjury - bestehend aus dem Leiter des Arnold Schoenberg Chors, Erwin Ortner, Kammersänger Harald Serafin, Sängerin und Schauspielerin Marianne Mendt, Starsopranistin Ildikó Raimondi sowie Komponist, Dirigent und Musikproduzent Christian Kolonovits - wird am ersten Wettbewerbstag die sechs besten Chöre küren. Diese "Besten der Besten" treten am zweiten Wettbewerbstag in einem Konzert gegeneinander an, danach wird der Siegerchor gewählt.

Beste Chöre aus acht europäischen Ländern eröffnen gemeinsam Wiener Festwochen

Neben Vertretern aus Österreich nehmen die besten Chöre aus Deutschland, Frankreich, Finnland, Lettland, Litauen, Kroatien und Bulgarien an "Europe sings" teil, die ebenfalls im Rahmen eines nationalen Auswahlverfahrens gekürt wurden. Gemeinsam interpretieren sie auf dem Wiener Rathausplatz u. a. Highlights der klassischen und modernen Chorliteratur, professionell begleitet vom ORF-Radio-Symphonieorchester Wien unter der Leitung von Cornelius Meister und dem Arnold Schoenberg Chor, geleitet von Erwin Ortner. Das beherrschende Thema des Abends, den Cornelius Obonya und Alice Tumler moderieren, ist "1914/2014". Mindestens zehn europäische Länder werden das Chorspektakel entweder live übertragen oder zu einem späteren Zeitpunkt ausstrahlen. In der Dokumentation -"Österreich singt mit Europa - Der Countdown" (Donnerstag, 1. Mai, 16.25 Uhr, ORF 2) - begleitet der ORF die Vorbereitungen der Teilnehmerländer für dieses musikalisch wie technisch anspruchsvolle Konzert, besucht die verschiedenen Chöre und stellt die Menschen vor, die durch die verbindende Kraft der Musik eine gemeinsame Sprache sprechen.

"Europe sings" im Fernsehen: Live-Übertragung in ORF 2 und 3sat, Live-Stream via ORF-TVthek, drei Dokumentationen im Vorfeld

ORF 2 und 3sat übertragen "Europe sings - Eröffnung der Wiener Festwochen" am Freitag, dem 9. Mai, live um 21.20 Uhr. ORF III bringt am Sonntag, dem 11. Mai, um 20.15 Uhr eine Aufzeichnung. Die Live-Übertragung wird auch via ORF-TVthek als Live-Stream sowie nach der TV-Ausstrahlung als Video-on-Demand abrufbar sein.
Vorab dokumentiert ORF 2 die Geschichte des Projekts mit drei Sendungen: "Österreich singt - Ein Rückblick" (Sonntag, 6. April, 10.00 Uhr, Wiederholung um 16.00 Uhr in ORF III), "Österreich singt weiter - Die nationale Wahl" (Ostermontag, 21. April, 9.05 Uhr) und die bereits erwähnte Dokumentation "Österreich singt mit Europa - Der Countdown" (Donnerstag, 1. Mai, 16.25 Uhr), in der die Vorbereitungen der verschiedenen Teilnehmerländer zum europäischen Chorevent gezeigt werden. Gestalter der drei Dokumentationen ist Florian Gebauer. Für die ORF-Bildregie des großen Live-Events, der Eröffnung der Wiener Festwochen, zeichnet Felix Breisach verantwortlich.

"Europe sings" ist eine Kooperation von ORF, Wiener Festwochen, Österreichischem Chorverband und EBU.

Mehr Informationen zum Projekt sind in der Pressemappe unter http://presse.ORF.at bzw. unter
http://insider.ORF.at/oesterreichsingt abrufbar.

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