SPÖ-Klubtagung: Stadt Wien wird Weiterbildungstausender verdoppeln

Schwerpunktprojekte der SP-StadträtInnen

Wien (OTS) - Heute, Freitag, ist die jährliche Klubklausur des Wiener SPÖ-Klubs zu Ende gegangen, bei der die SP-StadträtInnen ihre künftigen Schwerpunktprojekte präsentierten. Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch führte in seiner Präsentation aus, wie die "Förderung 2.0" aussehen soll. Dabei würden 400 zusätzliche LehrerInnen an 367 Standorten eingesetzt, die für SchülerInnen kostenlose Nachhilfe in den Bereichen Deutsch, Mathematik, Naturwissenschaften und Fremdsprachen anbieten. Die Wiener Integrationsstadträtin Sandra Frauenberger formulierte das Ziel, dass alle WienerInnen zwei Sprachen können sollen, wovon eine Sprache Deutsch sein soll. Dafür sollten Erstsprachen-Zentren entwickelt und Deutschkurse neu organisiert werden.

600.000 WienerInnen sollen von "doppeltem Weiterbildungstausender" profitieren

Vizebürgermeisterin Renate Brauner unterstrich ihre Zielsetzung, in Zeiten steigender Arbeitslosigkeit die berufliche Weiterbildung zu forcieren. Dazu werde beginnend mit September 2014 die Einkommensgrenze für den "Weiterbildungstausender", ein Förderangebot des Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff), von 1.300 Euro auf 1.800 Euro erhöht und die höchstmögliche Fördergrenze von 1.000 Euro auf 2.000 Euro verdoppelt. Rund 600.000 WienerInnen wären damit potenziell anspruchsberechtigt.

U-Bahn-Linie U5 soll umgesetzt werden

Im Bereich der öffentlichen Verkehrsmittel unterstrich Brauner, dass bis 2018 rund 1,9 Milliarden Euro in die Verbesserung und den Ausbau investiert würden. Obwohl noch Verhandlungen zu führen seien, gehöre laut Brauner auch die U-Bahn-Linie U5 zu diesem Programm: "Die U5 ist als Querverbindung notwendig und die wird es in dieser Stadt auch geben." Weiters werde 2015 ein neues Linienteam mit 300 MitarbeiterInnen eingeführt, das Fahrgäste der Wiener Linien serviciert.

Mehr Grün- und Erholungsflächen

Umweltstadträtin Ulli Sima kündigte die Errichtung neuer Grün- und Erholungsflächen an: "Wir wollen in den kommenden Jahren 15 Millionen Quadratmeter dafür vorsehen, das entspricht 3.000 Fußballfeldern." Dazu gehöre auch der Wienerwald Nord-Ost, der in der Donaustadt entstehen soll.

Angebote für Junge

Wohnbaustadtrat Michael Ludwig konzentrierte sich in seinem Vortrag auf die Bereitstellung von kostengünstigen Wohnungsangeboten für junge Menschen. Über die Aktionen für JungwienerInnen würden jährlich rund 3.000 Gemeindewohnungen vergeben. Ergänzend gebe es Unterstützungsangebote bei der Wohnfinanzierung mit Eigenmittelersatzdarlehen sowie Wohnbeihilfe. Gleichzeitig solle es auch für ältere BürgerInnen Angebote geben, um möglichst lange selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden leben zu können. Dafür sei die Verpflichtung zur baulichen Barrierefreiheit ein wesentliches Element.

Eine Wiener Jugendunterstützung werde rund 18.000 WienerInnen zwischen 15 und 25 Jahren helfen, die bzw. deren Eltern Mindestsicherungs-BezieherInnen sind, kündigte Sozialstadträtin Sonja Wehsely an.

Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny betonte die Ausweitung des Pilotprojekts "Go for culture", damit für alle BerufsschülerInnen zumindest ein jährlicher Kulturbesuch fester Bestandteil des Unterrichts sei. Zudem solle mit einem eigenen Förderprogramm für junge WissenschafterInnen darüber hinaus sichergestellt werden, dass Wien die größte Universitätsstadt Zentraleuropas bleibe.

Unterstützung für junge Musiktalente

Mailath-Pokorny skizzierte seinen Plan, über die Förderung junger Musiktalente, die Marke "Musikstadt Wien" auch künftig sicherzustellen. Es gebe Pläne, ein Winter-Festival für elektronische Musik zu veranstalten, Park-Konzerte wieder zu beleben sowie ein Mentoring-Programm für NachwuchsmusikerInnen zu etablieren. Bildungsstadtrat Oxonitsch ergänzte, dass mit der "Music City" im Gasometer in Simmering Ausbildung, Probemöglichkeiten und Forschung angeboten würden.

Neue Verwaltungs-Apps

Die dafür zuständige Stadträtin Sandra Frauenberger unterstrich die Bedeutung des Themas "digitale Demokratie". In diesem Zusammenhang sei es ihr ein zentrales Anliegen, "Open Politics" voranzutreiben - etwa eine neue Verwaltungs-App zu entwickeln.

(Schluss) scm/hie

Rückfragen & Kontakt:

PID-Rathauskorrespondenz
Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien (MA 53)
Stadtredaktion, Diensthabende/r Redakteur/in
Tel.: 01 4000-81081
www.wien.gv.at/rk

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0013