In der EU ist die Daseinsvorsorge ein Grundrecht. Sollte sie es auch auf nationaler Ebene sein?

Erster P/S/R European Round Table am 28.3.2014

Wien (OTS) - "Herausforderungen im Wettbewerb um die Daseinsvorsorge" war das Thema des ersten P/S/R European Round Table vom 28.3.2014, der von der Public Social Responsibility (P/S/R) Union, der europäischen Kompetenzplattform für Daseinsvorsorge, in Kooperation mit der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich und dem Außenministerium erstmals veranstaltet wurde. Die P/S/R Union präsentierte den Vertretern der EU-Mitgliedsstaaten die kürzlich publizierte P/S/R Charta, die als europäische Erklärung zur Absicherung einer sozial gerechten und qualitativ hochwertigen Grundversorgung von der P/S/R Union, dem P/S/R Institut und dem Kompetenzzentrum für Öffentliche Wirtschaft, Infrastruktur und Daseinsvorsorge der Universität Leipzig entwickelt wurde. Vizepräsident Othmar Karas hat die Charta bereits im Zuge einer offiziellen Übergabe unterzeichnet.

Richard Kühnel, Vertreter der Europäischen Kommission in Österreich, erklärte im Vorfeld: "Öffentliche Auftragsvergabe ist für Österreich und die gesamte EU von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Rund 26 % der europäischen Wirtschaft werden im öffentlichen Sektor geschaffen. 64 Millionen Menschen sind darin beschäftigt. Eine gesicherte Grundversorgung ist ein zentrales Element unseres Gesellschaftsmodells. Die EU sorgt daher für ein wirtschaftlich funktionierendes, transparentes System öffentlicher Aufträge, das auch der sozialen Verantwortung für die Unionsbürger gerecht wird."

Die Veranstaltung wurde von Botschafter Hubert Heiss, Sektionsleiter EU-Koordination im Außenministerium, und Richard Kühnel gemeinsam eröffnet. Oliver Rottmann, Geschäftsführender Vorstand des Kompetenzzentrums Daseinsvorsorge e.V. der Universität Leipzig und Mitbegründer der P/S/R Union, leitete den aktiven Dialog, der verdeutlichte, dass Qualitätskriterien im Wettbewerb um die Daseinsvorsorge entscheidend sind.

In ihrem Vortrag unterstrich Sylvia Freygner, P/S/R Institutsvorstand und Initiatorin der P/S/R Union, die Wichtigkeit einer nachhaltigen Entwicklung sowie die Notwendigkeit, dass die Mitgliedsstaaten die Daseinsvorsorge in ihren Verfassungen verankern. "Ein Qualitätswettbewerb in der Daseinsvorsorge muss von der Gesetzgebung der Mitgliedsstaaten aktiv mitgestaltet werden", so Sylvia Freygner.

Die P/S/R Union, eine Initiative des österreichischen P/S/R Instituts und des Kompetenzzentrums für Öffentliche Wirtschaft, Infrastruktur und Daseinsvorsorge der Universität Leipzig, versteht sich als Europäisches Kompetenzzentrum für Grundversorgungsdienste und als Netzwerk zur Förderung eines aktiven Dialogs zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik mit dem Ziel, Dienstleistungen von allgemeinem (wirtschaftlichem) Interesse flächendeckend bereitzustellen.

Weitere Informationen zur P/S/R Union finden Sie online unter www.psr-union.org

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