Darabos bekräftigt Rücktrittsaufforderung an Mölzer - Strache muss endlich handeln

Persönliche Hetze gegen Österreichs Sportler des Jahres Alaba weiterer Tiefpunkt - Bereits breiter Protest gegen blauen EU-Spitzenkandidaten

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos bekräftigte am Freitag im Gespräch mit dem SPÖ-Pressedienst die Rücktrittsaufforderung an FPÖ-EU-Spitzenkandidaten Mölzer. Die durch einen Bericht des "Standard" bekannt gewordene rassistische Beschimpfung gegen Fußballausnahmetalent und Österreichs Sportler des Jahres David Alaba im Mölzer-Blatt "Zur Zeit" sei "ein weiterer Tiefpunkt in einer langen Reihe von hetzerischen Äußerungen des Strache-Vertrauten". Pikant dabei sei, dass Mölzer den besagten Kommentar "Tagebuch einer Rassisten (sic!)" offenbar persönlich unter dem Pseudonym "F.X. Seltsam" verfasst habe. Das belegen Recherchen des DÖW im "Handbuch des österreichischen Rechtsextremismus". Für den SPÖ-Bundesgeschäftsführer ist es "unerträglich, dass Mölzer, der offen rassistisch hetzt und das nationalsozialistische Terrorregime verharmlost, nach wie vor von Strache und der FPÖ hofiert wird. Strache muss endlich handeln!". ****

Den Widerstand des Vorarlberger FPÖ-Chefs Dieter Egger - "in Sachen Rassismus und Antisemitismus ebenfalls kein Kind von Traurigkeit" -, der den Mölzer-Sager für "völlig inakzeptabel" hält, wertet der SPÖ-Bundesgeschäftsführer als Zeichen für den bröckelnden Rückhalt von Mölzer in der FPÖ. "Für uns ist klar: Wir lassen kein Gras über die Sache wachsen und werden nicht zulassen, dass Strache und Mölzer sich abputzen, wegducken und weitermachen wie bisher", betonte Darabos.

Dass Strache kein Interesse hat, in der FPÖ "auszumisten", zeige einmal mehr, "wes Geistes Kind" die blauen Recken seien. "Derzeit sieht es jedenfalls so aus, als ob Strache Mölzers krude Ansichten teilt und seine Aussagen unterstützt." In diesem Zusammenhang wertet Darabos den immer stärker werdenden Protest der Zivilgesellschaft als positives Signal und Bestätigung für den notwendigen Rückzug Mölzers aus der Politik. Eine unabhängige Facebook-Initiative für den Rücktritt von Mölzer hat in nicht einmal 24 Stunden mehr als 3.000 UnterstützerInnen gefunden - mehr als dreimal so viele, wie Mölzer selbst auf Facebook verzeichnen kann. Zu Recht: "Andreas Mölzer ist eine Schande für Österreich. Der Strache-Vertraute hat in der Politik nichts verloren und muss zurücktreten. Während die SPÖ mit dem Slogan 'Europa im Kopf. Österreich im Herzen' in die EU-Wahlauseinandersetzung geht, gilt für die FPÖ - frei nach Qualtinger und Bronner - offensichtlich das Motto 'Brettl vor dem Kopf. Hackl vorm Kreuz'", so Darabos. (Schluss) mo/ps

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSK0003