Stadler/ Tröls-Holzweber: Bildung ist Zukunft

Bildungsreform muss aber inhaltlich gedacht werden

St. Pölten (OTS) - Neue Denkanstöße zum Thema Bildung lieferten der Landesparteivorsitzende der SPÖ-NÖ, Bürgermeister Mag. Matthias Stadler, und die Bildungssprecherin der NÖ SozialdemokratInnen, LAbg. Ilona Tröls-Holzweber. "Bildung ist die Grundlage für die Zukunft, für jeden und jede ganz persönlich, ebenso wie für das ganze Land. Daher ist die Reform auch unbedingt notwendig", so Stadler und Tröls-Holzweber. Bildung sei, da sie jeden in einem zutiefst persönlichen Lebensbereich berühre, ein Thema, das besonders emotional diskutiert werde. Gerade das erschwere aber eine echte Reform, weil zu oft nur um Begriffe und Schlagworte gefeilscht werde, die Inhalte dabei aber auf der Strecke blieben, betonte Stadler. Es sei daher notwendig, einen umfassenden Ansatz zu etablieren und einen neuen Blickwinkel in die Diskussion einzubringen, um Bewegung in die zum Teil festgefahrene Debatte zu bringen. "Entscheidend sind nicht Begriffe, sondern Inhalte. Wir wollen daher nicht neue Etiketten aufkleben, sondern danach trachten, das Vorhandene optimal zu nutzen. Denn es ist schon klar, dass man nicht von heute auf morgen alles umkrempeln und neue Infrastrukturen schaffen kann, aber eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen den Schulstufen und Schultypen ist jedenfalls auch ohne aufwändige Maßnahmen umsetzbar", betonte Stadler.

Zu den Forderungen der SPÖ-Niederösterreich zählt daher unter anderem eine lückenlose Bildungskette, die schon bei den Kleinsten ansetzt. "Bildung beginnt nicht erst mit 6 Jahren sondern schon viel früher. Daher müssen beispielsweise der Kindergarten aufgewertet und flächendeckend ein zweites verpflichtendes Kindergartenjahr eingeführt werden. Viele Probleme, die derzeit im Schulsystem auftauchen, vor allem die mangelnde Sprachkompetenz von Kindern mit und ohne Migrationshintergrund, könnten so von vorneherein vermieden werden", erläutert Tröls-Holzweber. Ein entscheidender Faktor für die SPNÖ sei die Wahlfreiheit, was aber auch beinhaltet, dass eine Wahl überhaupt vorhanden sein müsse, führte Tröls-Holzweber weiter aus. Zu den Eckpunkten der bildungspolitischen Diskussionen gehöre daher insbesondere auch die Ganztagsschule mit verschränktem Unterricht, die ein abgestimmtes Angebot von Lernen, Wiederholen, Üben und Anwenden sowie freizeitpädagogischer Akzente ermögliche.
"Ein grundlegendes Element für uns ist das Modell des Bildungscampus. Dahinter steht ganz einfach die Idee, alle Bildungseinrichtungen in allen Schulstufen optimal zu vernetzen. Wenn das möglich ist am selben Standort, wenn das nicht möglich ist, wie im ländlichen Raum, kann eine Zusammenarbeit ebenso gut für verschiedene Orte funktionieren. Es geht einfach um die Nutzung von Synergien, um die Möglichkeit, ExpertInnen von anderen Schulen oder auch anderen Einrichtungen wie etwa Musikschulen einbinden zu können und für die SchülerInnen eine Kontinuität in der Bildungskette zu schaffen, ohne die Brüche, die derzeit den Kindern manchmal das Leben schwer machen. Der Bildungspfad für die 2- bis 15-Jährigen steht für uns daher unter dem Titel 'Gemeinsam ins Leben'", erklärte Tröls-Holzweber einige der Eckpunkte. Zudem sei, so die Mandatarin, eine effizientere Verwaltung unumgänglich, was etwa auch eine größere Autonomie der Schulen oder die Zusammenfassung mehrerer Standorte unter einer Leitung mit einschließe, damit die Verbesserungen auch in den Klassen ankämen.

"Der entscheidende Ansatz ist das verstärkte ineinandergreifen der einzelnen Bildungsstufen einerseits und der Schultypen andererseits. Außerdem können und müssen auch alle anderen Bildungseinrichtungen, beispielsweise Musikschulen und auch Sportvereine, mit einbezogen werden, um wirklich alle Möglichkeiten der Zusammenarbeit, gegenseitigen Unterstützung und Ressourcenbündelung zu nutzen. Bildungsstufen und Schultypen gleichermaßen müssen durchlässiger und enger vernetzt werden. Denn wir müssen nicht das Rad neu erfinden, wir können durchaus schon mit dem Vorhandenen neue Wege in der Bildung beschreiten", so Stadler und Tröls-Holzweber unisono. (kr)

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