Schlechte Führung, willkürliche organisatorische Änderungen: AK kritisiert Zustände im Schloss Haus

Linz (OTS) - Schlechte Führung verunsichert die Beschäftigten: Das bekommen derzeit die Mitarbeiter/-innen des Oö. Landespflege- und Betreuungszentrums Schloss Haus in Wartberg/Aist zu spüren. Knapp zwei Dutzend waren schon zur Beratung in der Arbeiterkammer. Zumeist geht es um willkürliche organisatorische Änderungen, wie Versetzungen oder neue Dienstzuteilungen. "Der neue Direktor hat mit vielen seiner Entscheidungen Unruhe in die Belegschaft gebracht - ein untragbarer Zustand", ärgert sich AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer. Er fordert das Land Oberösterreich auf, mit Nachdruck an der Bereinigung der schwierigen Situation zu arbeiten.

Seit wenigen Monaten wird das Schloss Haus von einem neuen Direktor geführt - seither herrscht Unruhe in der Belegschaft. "Sie bekommen einfach organisatorische Änderungen vor den Latz geknallt -zum Teil mit absurden Begründungen", berichtet AK-Präsident Kalliauer. Rund 20 Beschäftigte haben sich bereits an die Rechtsberatung der Arbeiterkammer gewandt. Die Bandbreite der Beschwerden reicht von unerwünschten Versetzungen auf andere Stationen bis hin zur willkürlichen Veränderung von Dienstzuteilungen. Arbeitnehmer/-innen, die seit Jahrzehnten immer nur Nachtdienste gemacht hatten, wurden plötzlich in den Tagdienst eingeteilt - gegen ihren Willen und entgegen fixer Vereinbarungen.

Die Daten des Österreichischen Arbeitsklima Index zeigen ganz klar, wie sich derart schlechtes Führungsverhalten auf die Beschäftigten auswirkt: Das Wohlbefinden nimmt ab, die seelischen und körperlichen Belastungen nehmen zu. Zudem sehen Mitarbeiter/-innen, die unter einem schlechten Führungsstil leiden, weniger Sinn in ihrer Arbeit als Arbeitnehmer/-innen, die mit ihren Führungskräften zufrieden sind. Nicht zuletzt hat schlechte Führung auch einen negativen Einfluss auf die Gesundheit: Die Zahl der Krankenstandstage ist bei Beschäftigten, die mit ihrer Führungskraft unzufrieden sind, höher als bei zufriedenen Mitarbeitern/-innen.

AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer fordert daher den Betreiber des Schloss Haus - das Land Oberösterreich - auf, den zügellosen Direktor zu zähmen und für erträgliche Arbeitsbedingungen zu sorgen, die nicht krank machen.

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