Handwerkerbonus: Leitl erwartet positive Impulse für Betriebe

Gesetz zur Förderung von Handwerkerleistungen im Parlament - zumindest 50.000 Förderfälle - Beitrag zur Eindämmung von Pfusch

Wien (OTS/PWK192) - Das Bundesgesetz über die Förderung von Handwerkerleistungen ist zur Beschlussfassung heute im Nationalrat:
Ab 1. Juli 2014 werden Arbeitsleistungen für die Renovierung, Erhaltung und Modernisierung von heimischem Wohnraum gefördert. Zu den Dienstleistungen zählen etwa das Streichen und Tapezieren von Innenwänden, die Beseitigung kleiner Schäden, die Erneuerung des Bodenbelags oder der Austausch von Fenstern.

Bis Ende 2014 ist der Fördertopf mit 10 Mio. Euro und für das Jahr 2015 mit 20 Mio. Euro gedeckelt. Das Förderausmaß beträgt dabei 20 Prozent der förderbaren Kosten (ohne Umsatzsteuer) in Höhe von maximal 3.000 Euro. Somit können pro Förderungswerber, Wohneinheit und Jahr bis zu 600 Euro an Förderung ausbezahlt werden. Das bedeutet in Summe insgesamt zumindest 50.000 Förderfälle.

Mehreinnahmen in Millionenhöhe
Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl ist zuversichtlich, dass diese Maßnahme ein erster Schritt in die richtige Richtung ist:
"Dieses Pilotprojekt ist gerade in wirtschaftlich nicht allzu rosigen Zeiten zu begrüßen, weil es positive Impulse für heimische Unternehmen, insbesondere Klein- und Mittelbetriebe setzt, einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung der Schwarzarbeit leistet und zusätzliche Steuereinnahmen und Sozialversicherungsbeiträge bewirkt. Davon betroffen sind sowohl die Umsatzsteuer als auch die Ertragsteuern. Zudem entstehen neue, legale Umsätze." Beim Handwerkerbonus könne von einem erheblichen Selbstfinanzierungsanteil ausgegangen werden. Laut WIFO werden auf diese Weise Mehreinnahmen ungefähr in Höhe des Fördervolumens, also 30 Mio. Euro, erwartet. Leitl: "Wenn das Pilotprojekt positive Ergebnisse bringt, gehe ich davon aus, dass der Handwerkerbonus dauerhaft etabliert und ausgebaut wird."

Gefördert werden die Arbeitsleistungen, nicht die Materialkosten. Insgesamt ist mit Wertschöpfungseffekten im Jahr 2014 von 17 Mio. Euro und im Jahr 2015 von 38 Mio. Euro zu rechnen. Der Handwerkerbonus könnte außerdem positive Auswirkungen auf die Beschäftigung haben, Schätzungen zufolge werden dadurch rund 1.100 neue Arbeitsplätze gesichert bzw. geschaffen. (KR)

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