NEOS: Entscheidende Fragen vor rundem Tisch zu Essl klären

Meinl-Reisinger: "Republik muss schleunigst ein Schätzwertgutachten der Sammlung Essl erstellen"

Wien (OTS) - In seiner heutigen Presseaussendung äußerte BM Ostermayer die Meinung, dass es für eine Diskussion über Details und die Bewertung der angebotenen Kunstsammlung zu früh sei. Dagegen hält Beate Meinl-Reisinger, Vorsitzende des Kulturausschusses und NEOS Kultursprecherin:
"Gerade jetzt wo der Privatsammler Essl die Republik durch die Drohung des Wegfalls von 4000 Arbeitsplätzen unter Druck setzt, müssen wir als erstes über die Details und Bewertung der Sammlung reden. Die Details machten gerade in diesem Fall einen fundamentalen Unterschied.
Denn letztendlich geht es abseits der künstlerischen Bewertungsfrage um die Frage, was die Verstaatlichung dieser Sammlung die Steuerzahler kostet."
Wenn bereits Schätzungen seitens der Gläubigerbanken vorlägen, wie die Magazine Trend und Falter berichteten, dann wäre nicht mehr von Buchwerten von 86 Millionen Euro, sondern von rund 250 Millionen Euro die Rede. Die Republik müsse dann, schon rein rechtlich, mit einer deutlich höheren Summe einsteigen, um die Konkursmasse nicht unzulässig zu verkürzen und die Gläubiger nicht zu schädigen. Daher solle BM Ostermayer auch selbst ein Schätzwertgutachten in Auftrag geben.

Vor allem auch vor dem Hintergrund absurder Forderungen, wie dem Verbleib des Museumsgebäudes in Besitz der Familie Essl, seien Evaluierungs- und Bewertungsfragen bereits vor einem Runden Tisch zu klären. Die Fragen für den runden Tisch lauten daher:

  • Was kostet die Verstaatlichung der Sammlung den Staat?
  • Welche Folgekosten entstehen durch Lagerung, Verwaltung und Betrieb des Museums?
  • Welche künstlerische Relevanz hat die Sammlung Essl oder ihre Teile für die zeitgenössischen Sammlungen der Republik?

Die Kriterien für die Sammlungstätigkeit der öffentlichen Hand seien grundsätzlich andere als die von Leidenschaft getriebene Sammlung durch Privatpersonen.
"Insofern muss zunächst auch die künstlerische Bewertung sattfinden. Daher hoffe ich, dass Museumsdirektoren an den Runden Tisch eingeladen sind," so Meinl-Reisinger abschließend.

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