FP-Gudenus: Die EU darf nicht der 51. Bundesstaat der USA werden - daher NEIN zum Freihandelsabkommen!

Selbstbewusstsein gegenüber der Obama-Administration ist das Gebot der Stunde!

Wien (OTS/fpd) - Einmal mehr beweist die EU, dass sie nichts weiter als ein Satellit der Vereinigten Staaten von Amerika sein möchte. "Seit Beginn der Verhandlungen über das geplante Freihandelsabkommen bejubeln die Eurokraten Brüssels die Vorteile, die es mit sich bringen wird. Über die manigfaltigen Nachteile schweigt man sich aber aus", kritisiert der stellvertretende Bundesparteiobmann der FPÖ, LAbg. Mag. Johann Gudenus. "Andere Wirtschaftspartner, die für die EU ebenfalls von großer Bedeutung sind, werden längst nicht so mit Samthandschuhen angegriffen wie die USA", sagt Gudenus. "Ganz im Gegenteil! Russland etwa wird mit tiefgreifenden Sanktionen bedroht, obwohl das Land in der langjährigen Partnerschaft mit der EU bis heute nie in die Lebensweisen der Europäer einzugreifen versuchte", macht Gudenus deutlich. Anders die Amerikaner - man erinnere sich beispielsweise an das umstrittene SWIFT-Abkommen, die Fluggastdaten-Sicherung, die Forderung biometrischer Reispässe von EU-Bürgern, und so weiter und sofort.

Dieses geplante Abkommen sei ein Schlag ins Gesicht der europäischen Wirtschaftstreibenden. Schlussendlich besteht die Gefahr, dass die hohen europäischen Qualitäts- und Sozialstandards aufgegeben werden müssen, um mit den Amerikanern mithalten zu können. Dies kann jedoch nicht im Interesse der Republik und der der EU sein. "Hier darf sich Europa nicht zum Spielball machen lassen. Es sei daher ein Gebot der Stunde, diesem Ansinnen eine klare und deutliche Absage zu erteilen", fordert der stellvertretende Bundesparteiobmann der FPÖ.

In diesem Zusammenhang sei es vielmehr wünschenswert die dumpfe und durchschaubare Anti-Russland Politik hintanzustellen und den Weg Richtung Freihandelsabkommen mit Russland einzuschlagen. Die Ressourcen, die Europa dringend braucht und ohne die es auch keine Weiterentwicklung unserer Gemeinschaft geben kann, können nur gemeinsam mit den Partnern in Moskau für die Zukunft gesichert werden. "Durch politische Kurzsichtigkeit, Ignoranz und ideologische Scheuklappen ist jedoch in den vergangenen Wochen und Monaten sehr viel Porzellan zerbrochen worden. Jetzt gilt es die Scherben weg zu räumen und einen neuen Weg der Verständigung auf Augenhöhe mit Moskau einzuschlagen", erläutert der Freiheitliche. "Österreich sollte als neutrales Land die Äquidistanz zu allen Staaten leben. Wer uns geografisch und kulturell näher steht als die USA liegt wohl auf der Hand", sagt Gudenus.

In vorauseilendem Gehorsam setzt die EU schon bislang alles um, was sich Amerika von den Europäern wünscht. Längst stehen wir unter dem Diktat Obamas, das mit der Besiegelung des Freihandelsabkommens ein Stück mehr legitimiert werden soll. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Staatschefs der europäischen Mitgliedsländer ihre Verantwortung über Europa längst an die USA abgegeben haben. "Wir kämpfen bereits in ihren Kriegen, vertrauen unkommentiert auf ihre Informationen, auf ihre Sichtweisen und sollen uns bald auch unsere Wirtschaft diktieren lassen", warnt Gudenus vor der US-amerikanischen Allmacht. "Vielleicht sollte sich die EU einfach umbenennen - in den '51. Bundesstaat der USA'", schlägt Gudenus vor. (Schluss)

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