Bundesjugendvertretung: Politische Bildung für JungwählerInnen!

Aktuelle JungwählerInnenstudie zeigt die Bedeutung von Politischer Bildung auf.

Wien (OTS) - Die Wahlaltersenkung ist für die Bundesjugendvertretung (BJV) ein großer Erfolg und ein zentrales Mittel für mehr Mitbestimmung junger Menschen: "Die Stimme von Jugendlichen findet in der Politik leider immer noch zu wenig Gehör. Die Wahlaltersenkung auf 16 Jahre war daher ein wichtiger Schritt", betont BJV-Vorsitzende Johanna Tradinik. Auch im internationalen Vergleich nimmt Österreich eine Vorreiterrolle ein. "Wir freuen uns, dass in Österreich junge Menschen ab 16 Jahren auch bei der EU-Wahl teilnehmen können. Sogar 16-Jährige EU-BürgerInnen anderer Länder", so Tradinik.

Begleitmaßnahmen fehlen

Angesichts der Analyse zur Nationalratswahl 2013 macht die Vorsitzende auf notwendige Begleitmaßnahmen zur Wahlaltersenkung aufmerksam: "Die Studie zeigt ganz deutlich, welchen Einfluss Politische Bildung im schulischen und außerschulischen Bereich auf das politische Interesse junger Menschen hat. Es ist daher besonders wichtig, allen jungen Menschen schon vor der ersten Wahl ausreichende Angebote zur Verfügung zu stellen."
Die BJV kritisiert, dass Politische Bildung nach wie vor nicht als eigenes Schulfach verankert ist und je nach Schultyp unterschiedlich unterrichtet wird. "Wir erwarten uns jetzt Schritte von der Regierung, damit Politische Bildung einen höheren Stellenwert erhält. Besonders wichtig ist es, die Formulierungen aus dem Regierungsprogramm zu konkretisieren und verbindliche Kriterien für alle Schultypen zu schaffen", so Tradinik.
Politische Bildung beschränkt sich aber nicht auf den Schulbereich, betont die Vorsitzend weiter: "Jüngste Meldungen eines drohenden Förderungsstopps für das Projekt Wahlkabine sind daher Entwicklungen in die völlig falsche Richtung."
Wie breit diese Forderungen getragen werden, zeigt auch das von der BJV gegründete Bündnis für mehr Politische Bildung auf, dem 35 Organisationen angehören.

Information und Dialog notwendig

Abschließend warnt die BJV vor falschen Schlüssen aus den Studienergebnissen: "Politische AkteurInnen dürfen sich jetzt nicht zurücklehnen und junge Menschen als politisch desinteressiert abstempeln. Hier gibt es ein großes Potenzial, das genützt werden muss", erklärt Tradinik. Wichtig seien Dialog und Information:
"Jugendliche nur als Zielgruppe im Wahlkampf zu betrachten, ist zu wenig, sie müssen auch in den politischen Alltag integriert werden. Uns ist es wichtig, junge Menschen so früh wie möglich in politische Prozesse einzubeziehen und ihnen ihre Möglichkeiten zur Teilhabe zu vermitteln, beispielsweise durch unsere Informationskampagne zur EU-Wahl", so Tradinik.

Link zur BJV-Kampagne zur EU-Wahl: www.jungestimmen.eu

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