Freihandelsabkommen - Stronach/Weigerstorfer: Kritik an fehlenden Informationen von EU und USA

Es geht nur um Macht, Regularien und niedrige Standards - kein Chlor-Huhn auf unseren Tellern

Wien (OTS) - Die fehlenden Informationen rund um die Verhandlungen des Freihandelsabkommens zwischen den USA und der EU kritisierte Team Stronach Umweltsprecherin Ulla Weigerstorfer in ihrem Debattenbeitrag zur Aktuellen Stunde. "Gerade jetzt ist US-Präsident Obama zu Verhandlungen in Brüssel - und am Abend werden wir wieder keine Informationen bekommen", so Weigerstorfer, die warnte, dass das geplante Freihandelsabkommen ein Anschlag auf die Grundprinzipien der Demokratie ist!" Nach dem gestern, Dienstag, von ihr initiierten Runden Tisch, an dem auch alle Parlamentsparteien teilgenommen haben, regte Weigerstorfer eine Enquete zum Freihandelsabkommen an. "Das sind Themen, die man überparteilich abhandeln muss. So soll Politik funktionieren!"

"Grundsätzlich ist freier Handel zur Förderung der Wirtschaft gut und sinnvoll", so Weigerstorfer. Allerdings sei der Begriff "Freihandelsabkommen irreführend, "denn hier geht es um Macht, Regularien und niedrige Standards. Wir haben aber in Europa Standards, die wir halten müssen!" Als Beispiel nannte die Team Stronach Umweltsprecherin den Einsatz von Chlor bei Nahrungsmitteln, etwa bei Hühnern: "Ich möchte es nicht essen, und ich werde mich hüten, es meinem Kind zu geben".

Weigerstorfer wies auch darauf hin, dass in den USA 80 Prozent aller Rinder Hormone erhalten "und das schon seit 60 Jahren!" Die Inhalte des Freihandelsabkommens würden auch Konzernen wie Monsanto den Weg nach Europa freimachen. "Monsanto - da läuten bei mir alle Alarmglocken!", erklärte Weigerstorfer.

Sie kritisierte, dass Informationen und Transparenz über die detaillierten Verhandlungen sowohl von der EU als auch von den USA fehlen. Angesichts dieser vielen ungeklärten Fragen, die die Bevölkerung, die Konsumenten betreffen, sei eine parlamentarische Enquete ein guter Weg, um mehr Informationen zu erhalten und für völlige Transparenz zu sorgen, ist Weigerstorfer überzeugt.

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