Heiser-Fischer: Warnung vor betriebs- und volkswirtschaftlichen Unsinn beim Baumax

Land NÖ sollte sich aus diesem spekulativen Geschäft mit Kunst heraus halten

St. Pölten (OTS) - "Lassen wir uns von Herrn Essl nicht täuschen, es geht beim Baumax nicht um Kunst, es geht um wirtschaftliche Fehlentscheidungen, die seit Jahren andauern und für die nun auch der niederösterreichische Steuerzahler aufkommen soll! Die Engagements des Unternehmens in Ost- und Südosteuropa haben sich nicht rentiert und es wurde auch in Österreich keine Rücksicht darauf genommen, dass es im Baumarkthandel zu enormen Umsatzeinbußen gekommen ist. Jetzt müssen die Mitarbeiter in den österreichischen Baumärkten für die Fehlentscheidungen der Eigentümer in Süd-Osteuropa büßen. Den Vorstellungen des Herrn Essl folgend ist im Worst Case Szenario das Geld der Steuerzahler weg und die Mitarbeiter sind ihre Arbeitsplätze los. Vom Herrn Essl hört man immer nur Sorge um seine Sammlung und seine Position als Museumsdirektor - was ist mit den Mitarbeitern und ihren Familien?", fragt die Landesobfrau des Team Stronach für NÖ, Renate Heiser-Fischer.

Die NÖ Politik, namentlich zu Wort meldeten sich die Landesräte Sobotka und Bohuslav, wäre gut beraten, sich aus diesen von Herrn Essl beabsichtigten Kunst-Deals heraus zu halten.

Politisches Eingreifen beim Baumax würde zu Wettbewerbsverzerrung im Baumarkt-Geschäft führen

"Es ist ja verständlich, wenn die beiden nun wortgewaltig Sanierungskonzepte von Herrn Essl fordern. Aber warum sollte das jetzt auf einmal funktionieren, was seit Jahren nicht geht, nämlich eine nachhaltige Sanierung des Unternehmens? Alleine die Kosten für die Schließung der Baumärkte in Südost-Europa sollen so hoch sein, dass sich das Unternehmen nicht einmal das Zusperren leisten kann, und dann soll ein von der NÖ Landesregierung gefordertes Konzept der Stein der Weisen sein? Das ist lächerlich", kritisiert Heiser-Fischer den beabsichtigen Eingriff der Politik in die private Marktwirtschaft, was ja auch angesichts der Mitbewerber von Baumax zu einer Wettbewerbsverzerrung führen würde.

Heiser-Fischer ruft auch das brisante Prüfungsurteil der Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young aus 2012 in Erinnerung, nach dem der Fortbestand des Unternehmens gefährdet ist, wenn die geplanten Restrukturierungsmaßnahmen nicht umgesetzt werden können.

Ankauf der Sammlung wäre nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber keine Sanierung

"Wir müssen aufpassen, dass wir bei der Firma Baumax nicht einem betriebswirtschaftlichen und volkswirtschaftlichen Unsinn aufsitzen", warnt Heiser-Fischer. " Die Bankschulden machen fast 500 Millionen aus, selbst der Verkaufserlös der Sammlung am Kunstmarkt brächte nur bis zu 200 Millionen. Was ist mit dem Rest der Schulden, und wer sagt, dass es mit 500 Millionen Bankschulden getan ist und das Unternehmen dann wirklich saniert wäre? Bei der Hypo tauchen ja auch ständig neue Zahlen auf. Der Ankauf der Sammlung wäre nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber keine Sanierung", befürchtet die Landesobfrau des Team Stronach für NÖ.

Experten: Nur einzelne Stücke der Sammlung Essl sind von Interesse

Wenn von der "vielbeachteten Sammlung zeitgenössischer Kunst" die Rede ist, ist es notwendig zu fragen, auf welche Fachleute sich diese Aussage stützt. Heiser-Fischer: "Mir liegen Informationen vor, dass einzelne Exponate der Sammlung von Interesse für österreichische Museen sein könnten, nicht aber die gesamte Sammlung."

Was hier passiert ist Spekulation auf anderer Ebene: statt mit Aktien eben mit Kunst

"Was hier gerade passiert, ist Spekulation auf einer anderen Ebene, statt Aktien sind es Kunstwerke," sagt Heiser-Fischer. Der eine spekuliert darauf, dass ihm die Republik die Sammlung zu einem bestmöglichen Preis abkauft, die Banken hoffen auch darauf und die verantwortlichen Politiker spekulieren darauf, dass mit dem Ankauf der Sammlung der Kunstmarkt und die Baumax-Kette gerettet sind und sie selbst von den Künstlern hofiert werden. Und wenn diese Spekulation nicht aufgeht? "Dann haben wir einen Crash", warnt Heiser-Fischer und rät dem Land NÖ sich aus diesem Geschäft, weil in Wahrheit ist es nichts anderes, heraus zu halten.

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