Initiative gegen Kirchenprivilegien fordert ein einheitliches Religionsgesetz für alle religiösen Gruppierungen

Nicht nur Islamgesetz ändern, sondern umfassend gleichstellen und Privilegien beenden.

Wien (OTS) - Die Bundesregierung plant eine Novellierung des Islamgesetzes aus dem Jahr 1912. "Das Islamgesetz von 1912 ist mehr als reformbedürftig", sagt Sepp Rothwangl von der Initiative gegen Kirchenprivilegien. "Es lässt viele Fragen offen - und es privilegiert die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich". Denn mit den Aleviten und den Schiiten gibt es mittlerweile bereits mehrere anerkannte islamische Glaubens- bzw. Bekenntnisgemeinschaften nach dem Anerkennungsgesetz. Diese würden von einer Gesetzesreform nicht erfasst werden können, was die Frage aufwerfe, inwiefern eine Gesetzesreform im derzeitigen rechtlichen Rahmen überhaupt sinnvoll sei.

Ein Religions- und Glaubensgemeinschaftssgesetz für Alle

Problematisch sei auch die derzeitige Aufsplittung des Religionsrechts in Österreich. "Es gibt Sondergesetze und Privilegien für einige Religionsgemeinschaften, wie einen Teil des Islams und die Protestanten und dann noch das Konkordat für die katholische Kirche. Auch das Kirchenbeitragsgesetz gilt nur für die katholische, die evangelische und die altkatholische Kirche. Für den Rest wiederum gilt das alte Anerkennungsgesetz. Gleichbehandlung sieht anders aus", resümiert auch Niko Alm, Nationalrats-Abgeordneter von NEOS. Alm unterstützt daher die Forderung der Initiative gegen Kirchenprivilegien nach einem einheitlichen "Religions- und Glaubensgemeinschaftsgesetz. Der zuständige Minister Josef Ostermayer sollte die Initiative ergreifen und einen großen Schritt in Richtung Gleichstellung verschiedener Religionen und metaphysischen Weltanschauungen unternehmen und bei dieser Gelegenheit auch den längst überfälligen Abbau der Kirchen- und Religionsprivilegien im restlichen Gesetzesbestand beginnen.

www.kirchen-privilegien.at

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