Bundesjugendvertretung zu Familienbeihilfe: Einbußen langfristig abfedern!

Die BJV betont, dass die fehlende Inflationsanpassung junge Menschen und Familien vor große Herausforderungen stellt.

Wien (OTS) - Die Bundesjugendvertretung (BJV) begrüßt, dass es endlich Bewegung bei der Familienbeihilfe gibt: "Wir haben immer wieder aufgezeigt, dass sich hier seit 2001 nichts getan hat und die Familienbeihilfe durch die gestiegene Inflation real um rund 500 Euro gesunken ist", betont BJV-Vorsitzende Johanna Tradinik. "Besonders wichtig ist uns, dass auch bei der Studienbeihilfe nachgeschärft wird, damit Studierenden nicht durch die Erhöhung der Familienbeihilfe Stipendien gekürzt werden", so Tradinik.

Inflationsanpassung notwendig

Die Vorsitzende betont, dass viele Familien derzeit mit großen finanziellen Herausforderungen zu kämpfen haben. Die jetzige Erhöhung sei ein notwendiger Schritt, dennoch fehlt eine langfristige finanzielle Absicherung: "Die für heuer geplante Erhöhung ist eine wichtige Stütze für Familien, dennoch braucht es weitere Maßnahmen, um die Einbußen durch die steigende Inflation langfristig abzufedern."

Viele Bereiche betroffen

Die Inflation sei auch in anderen Bereichen viel zu lange ignoriert worden: "Dadurch sind sowohl die Studienbeihilfe, die Ausbildungshilfe für Lehrlinge als auch die Grundversorgung von minderjährigen Flüchtlingen Jahr für Jahr weniger wert", bedauert Tradinik. Besonders betroffen sind auch Kinder- und Jugendorganisationen, erklärt die Vorsitzende weiter: "Die Basisförderungen für Kinder- und Jugendorganisationen wurden seit 2001 nicht an die Inflation angepasst. Durch den Wertverlust entgehen den Organisationen mittlerweile durchschnittlich 20.000 Euro pro Jahr, die sie für ihre wichtige Arbeit mit Kindern und Jugendlichen dringend benötigen."

Weitere Einschnitte drohen

Die BJV warnt vor weiteren Einschnitten: "Die im Regierungsprogramm vorgesehene Kürzung der Ermessensausgaben stellt die Kinder- und Jugendarbeit vor weitere finanzielle Unsicherheiten. Wir erwarten uns hier klare Worte und vor allem Planungssicherheit von Seiten der Regierung", so Tradinik. Abschließend betont die Vorsitzende, dass man in den letzten Wochen gesehen hat, dass für andere Bereiche, wie die Sanierung von Banken, sehr wohl Geld im Budgettopf vorhanden ist und appelliert an die Regierung, nicht im Jugendbereich einzusparen:
"Wir fordern, dass der Kinder- und Jugendbereich von Kürzungen ausgenommen wird. Es wäre ein großes Armutszeichen für unsere Gesellschaft, gerade in diesen wichtigen Zukunftsbereichen zu sparen."

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