VP-Dworak: Mindestsicherungsbezug verstärkt vor Ort bei den Betroffenen prüfen!

Warum wehrt sich Rot-Grün gegen Ausbau der aufsuchenden Sozialarbeit?

Wien (OTS) - "Ich bin erstaunt, dass sich die zuständige Sozialstadträtin trotz heftiger Kritik der Volksanwaltschaft am Vollzug der Mindestsicherung sowie eines vorliegenden Evaluierungsberichtes des Sozialministeriums mit Händen und Füßen dagegen wehrt, den Bezieherinnen und Beziehern dieser Sozialleistung eine bessere Hilfestellung zukommen zu lassen", betont Bernhard Dworak, VP-Mandatar im Sozialausschuss nach der heutigen Fragestunde des Wiener Landtages.

Es ist nicht nachvollziehbar, dass sich die rot-grüne Stadtregierung die Verbesserungsvorschläge zur Mindestsicherung, die bei der Evaluierung durch das Sozialministerium eindeutig festgestellt wurden, überhaupt nicht zu Herzen nimmt. So gibt es etwa in anderen Bundesländern wie Niederösterreich regelmäßig Stichproben vor Ort, bei denen sich Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter im Rahmen von Hausbesuchen einen Gesamteindruck über die Wohn- und Einkommensverhältnisse verschaffen. In Wien dagegen findet der direkte Kontakt vor Ort meist bei Verdacht auf Missbrauch statt. Die Sozialarbeit ist in den Sozialzentren verankert und wird häufig als Krisenintervention in Anspruch genommen. Anders gesagt: Erst wenn der sprichwörtliche Hut brennt, gibt es in Wien den direkten Kontakt.

Wien muss die Rekordzahl an BMS-Bezieher/innen in den Griff bekommen

"Es mag schon sein, dass die MA 40 alle drei Monate elektronisch das Vorliegen der Anspruchsvoraussetzungen prüft, es ist aber definitiv besser, wenn sich die Stadt Wien im Rahmen von Hausbesuchen auch ein konkretes Bild von den Lebensumständen der Betroffenen in regelmäßigen Abständen macht. Dass man bei über 140.000 Bezieherinnen und Beziehern dazu mehr professionelle Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter benötigt, liegt auf der Hand. Hier darf die zuständige Sozialstadträtin nicht länger zuschauen, es muss mehr zur Prävention gemacht werden, sonst kommen wir von der Rekordzahl an Bezieherinnen und Beziehern nie weg", so Dworak abschließend.

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