Heiser-Fischer: Kein Verständnis für Interesse am Ankauf der Sammlung Essl durch die Republik

Die Steuerzahler haben schon genug andere Dinge zu finanzieren: Hypo-Pleite, Arbeitslosigkeit, Burgtheater, .....

St. Pölten (OTS) - Nichts hält die Obfrau des Team Stronach für NÖ, Renate Heiser-Fischer, vom Plan des in Niederösterreich beheimateten Baumax Gründer Karlheinz Essl, dass die Republik seine Kunstsammlung zur Sanierung des Unternehmens kauft. Eventuell vorhandenes Geld sollte viel wirkungsvoller EPUs und KMUs zur Verfügung gestellt werden, als einem Unternehmen dem es seit Jahren nicht gelingt aus den negativen Schlagzeilen der Wirtschaftsberichterstattung zu kommen.

"Herr Essl macht es sich schon sehr einfach", kritisiert Heiser-Fischer. Da hat die Republik jede Menge finanziellen Ärger am Hals - Heiser-Fischer nennt da die Hypo-Pleite sowie die höchste Arbeitslosigkeit seit Jahrzehnten - und dann sollen die Steuerzahler auch noch den Niedergang vom Baumax auffangen. Heiser-Fischer: "Und wer sagt, dass dann die 4000 Arbeitsplätze beim Baumax wirklich gerettet wären. Das einzige wirklich Gerettete, wäre die Sammlung von Herrn Essl, die dann nicht von den Gläubigern filetiert würde und den Wünschen von Herrn Essl folgend als Ganzes erhalten bliebe. Als dreist bezeichnet es Heiser-Fischer wenn Herr Essl laut orf.at seine Sammlung zwar verkaufen will, das Museum als Gebäude aber nicht verkaufen und selbst Museumsleiter bleiben will, weil so Essl " der Staat ist ja als Museumsbetreiber nicht ideal". Wie ideal Herr Essl selbst als Unternehmer ist, erleben wir gerade, kritisiert Heiser-Fischer das Ansinnen Essls.
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Wer garantiert dass nach dem Kunst-Ankauf das Unternehmen wirklich nachhaltig saniert ist?

Es kann ja auch nicht so sein, dass über diesen neuen Weg der Staat zur Sanierung von privaten Unternehmen mit Steuergeld beiträgt, sagt Heiser-Fischer. Kauft die Republik oder das Land Niederösterreich künftig von jedem privaten Unternehmer erst mal dessen Kunstwerke oder privaten Liegenschaften wie Schlösser und Wälder auf, um das Unternehmen zu retten, fragt Heiser-Fischer und setzt nach: "Was ist mit jenen Arbeitsplätzen in Unternehmen, deren Eigentümer keine Kunstsammlungen haben? Diese Arbeitsplätze werden vom Staat dann nicht gerettet? Schaffen wir jetzt so zwei Klassen von Unternehmern, Betrieben und darin beschäftigen Arbeitnehmern?"

Will sich Ostermayer so ein Kunst-Denkmal setzen?

Als interessant bezeichnet es die Obfrau des Team Stronach für NÖ, dass Kunst-Minister Ostermayer laut Medienberichten an der von Essl vorgeschlagenen Lösung - gemeinsam mit Vertretern des Landes NÖ -Interesse zeigt. "Offenbar reicht dem Herrn Minister das Debakel am Burgtheater noch nicht, er will Steuergeld auch noch woanders verbrennen und Niederösterreich hineinziehen. Ich schlage hingegen vor, dass sich Ostermayer erst mal um die finanzielle Gesundung von Burgtheater und Staatsoper, dort soll ja auch nicht alles allzu rosig sein, kümmert und auf die wahren Kunstexperten von Belvedere, Mumok, Albertina, Mak hört, erteilt Heiser-Fischer den Absichten von Essl und Minister Ostermayer eine Absage."

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