Tag des Gedenkens an die Opfer der Sklaverei - Bayr: Sklavenähnliche Arbeitsbedingungen beseitigen

Österreichische NGO unterstützt "Sumangali"-Arbeiterinnen in Südindien

Wien (OTS/SK) - Anlässlich des Internationalen Tags des Gedenkens an die Opfer des Sklavenhandels ruft Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, die Aktualität des Themas in Erinnerung: "In südindischen Spinnereien müssen Mädchen und Frauen aktuell unter sklavenähnlichen Bedingungen arbeiten. Das ist nicht zu akzeptieren." Weil arme Familien in südindischen Bundesstaaten die Mitgift häufig nicht zahlen können, nutzen Baumwollfabriken diese Notlage aus und bieten Verträge unter dem Titel "Sumangali" an, wie verheiratete Frauen genannt werden. Nach drei Jahren Fabrikarbeit sollte der Wert der Mitgift erarbeitet sein. ****

"Dabei werden die Frauen und Mädchen heillos ausgebeutet:
Zwölf-Stunden-Schichten, kein Wochenende, kein Urlaub, kein Krankenstand, Gewalt, Demütigung und permanente Überwachung", berichtet Bayr am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Häufig würden die Arbeiterinnen auch vor Ende des Vertrages gekündigt, ohne entsprechend bezahlt zu werden. Die katholische Frauenbewegung (kfb) unterstützt eine NGO, die sich im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu gegen das "Sumangali"-System, in dem etwa 100.000 bis 150.000 Frauen beschäftigt sind, einsetzt. "Ziel ist, die "Sumangali"-Verträge zu verbieten und faire Entlohnung für die Arbeiterinnen sicherzustellen", legt Bayr das Ziel der österreichischen und indischen NGOs dar.

Mehr Infos zum Projekt der kfb:
http://www.teilen.at/fft/de/projekte/laender/indien/vanmuhil/article/
1442.html

(Schluss) bj

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