FP-Waldhäusl: Kein Steuercent für den Ankauf der Essl-Kunstsammlung

FP-NÖ fordert Rückzug aus allen Auslandsgeschäften von Konzernen und Banken

St. Pölten (OTS) - "Erst wenn das Land Niederösterreich seine Hausaufgaben gemacht hat, es keine Familie und kein Kind mehr gibt, das an der Armutsgrenze leben muss, kann man öffentliche Gelder für zusätzliche kulturelle Zwecke aufwenden", so der freiheitliche Klubobmann Gottfried Waldhäusl. Die FPÖ NÖ positioniere sich damit ganz klar gegen den aktuell zur Diskussion stehenden Teil-Ankauf der Essl-Kunstsammlung durch die NÖ Landesregierung.

Nicht nur, dass derzeit das Geld für einen Ankauf schlichtweg fehle, wäre es auch der falsche Weg, damit eine bauMax-Sanierung erzielen zu wollen. "Ein Konzern, der letztes Jahr knapp 400 Millionen Euro Verluste geschrieben hat, wird wohl kaum mit einem kolportierten Verkaufserlös der Essl-Sammlung von 86 Millionen Euro zu retten sein", so Waldhäusl. Darüber hinaus sei die Misere, in der sich die bauMax-Gruppe derzeit befände hausgemacht. "Wer auf schwindelige und hochriskante Auslandsgeschäfte baut, bleibt - wie die Vergangenheit oftmals gezeigt hat - meistens auf einem großen Schuldenberg sitzen. Die einzig logische Konsequenz kann daher nur der Rückzug aus allen ausländischen Geschäften für alle Konzerne aber auch Banken sein, nicht ein pseudomäßiger Rettungsversuch durch Gelder der öffentlichen Hand", so Waldhäusl.

"Diese hochriskanten und -spekulativen Auslandsabenteuer gehen einzig und alleine zu Lasten der Bürger. Mit dem Ankauf der Essl-Sammlung würde man Konzerne und Banken nur in ihrer Vorgehensweise bestätigen und damit weitere heimische Arbeitsplätze riskieren", so Waldhäusl, der diesbezüglich auch einen Antrag bei der nächsten Landtagssitzung einbringen will. Sollte es im Falle bauMax tatsächlich zu der befürchteten Insolvenz kommen, seien alle Interessensvertretungen gefordert, eine Lösung für alle österreichischen Arbeitnehmer zu finden. "Steuergelder dürfen ausschließlich dann eingesetzt werden, wenn alle Auslandsabenteuer beendet sind und das Geld zu 100 Prozent den österreichischen Arbeitnehmern zu Gute kommt", so Waldhäusl abschließend.

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