Laki: Speckgürtel Süd - explodierendes Verkehrschaos ist hausgemacht

Bis zu 50% Bevölkerungswachstum bis 2050 erwartet - drittes Gleis ab Wr. Neustadt weg würde Kapazitäten um 50% erhöhen

St. Pölten (OTS) - Ein Totalversagen bei der Verkehrspolitik in NÖ ortet der aus Mödling stammende Landtagsabgeordnete des Team Stronach für NÖ, Dr. Walter Laki: "Überfüllte und stehende Züge, stehende Autokolonnen, das ist der Alltag in Stosszeiten von Wiener Neustadt bis Wien. Und das nicht nur Richtung Wien sondern auch in der Gegenrichtung, von Wien Richtung Industriezentrum Süd. Die Gründe sind Fehlplanungen auf allen Ebenen der Verkehrspolitik!"

Laki listet die Sündenfälle auf und fordert die sofortige Lösung: Das Verkehrschaos entsteht nicht durch den Überland- sondern durch den Regionalverkehr. Dieser ist planbar. Vor allem durch die öffentlichen Verkehrsmittel.

(1.) Österreichische Bundesbahnen (ÖBB)

Vor 20 Jahren warb die ÖBB mit einer Fahrzeit von Mödling bis Meidling von acht Minuten. Heute beträgt die Fahrzeit 50% mehr, nämlich 12 Minuten. Die Leute fluchen in den überfüllten Zügen, wenn durch den Stellweichenwirrwarr zwischen Wiener Neustadt und Wien die Schnellzüge von einem Gleis zum anderen durchgeleitet werden müssen und der Regionalzug parallel dazu jeweils bis zu vier Minuten geparkt wird. Laki: "Es ist zu erwarten, dass bei einem 20 bis 50%igen Bevölkerungszuwachs nichts mehr geht. Niederösterreich und die ÖBB müssen endlich zur Kenntnis nehmen, ohne drittem Gleis zwischen Wiener Neustadt und Wien, das die Kapazität um 50% erhöht, ist das Problem nicht zu lösen!"

(2.) U6 oberirdisch verlängern bis Campus21, dann bis Mödling und Baden

Unglaublich aber wahr, sagt Laki, und verweist auf die U6. Diese Wiener U-Bahnlinie geht nur bis Liesing, Ketzergasse. Niederösterreich war nicht einmal fähig, diese Verkehrsanbindung zwei Kilometer bis zum Campus 21 in Brunn am Gebirge zu verlängern. Laki:
"Die Kosten sind für zwei Kilometer oberirdisch vergleichsweise gering, der Nutzen überwiegt bei weitem. Es wird unerlässlich sein, diese Verkehrsanbindung in einer ersten Phase bis Mödling und später bis Baden zu verlängern. Liesing, Perchtoldsdorf, Brunn am Gebirge, Maria Enzersdorf und Mödling ist schon jetzt ein geschlossener städtischer Siedlungsraum"

(3.)Auch U1 Verlängerung bis Laxenburg ist oberirdisch kostengünstig möglich

Darüber hinaus stellt sich, so Laki, die Frage, weshalb die U1 vom Reumannplatz nicht bis Laxenburg verlängert wird, auch das wäre oberirdisch und damit kostengünstig möglich.

(4.)Modernisierung Badener Bahn

Um sowohl den Straßen als auch den Regionalverkehr zu beschleunigen wären die zeitraubenden Kreuzungen mit der Triesterstrasse rasch einer Lösung zuzuführen. Denn auch wenn die Bahn dadurch schneller weiter kommt, müssen in diesen Fällen eben die Autos warten.

Im Hinblick darauf, dass Wien begonnen hat, durch das Parkpickerl und jetzt auch neuerdings durch das Anrainerparken den Zuzug der Autos zu begrenzen ist in NÖ "Gefahr in Verzug", warnt Laki. Die Forcierung alleine der Straße hat sich nunmehr endgültig als Sackgasse erwiesen. Das war aber seit langem vorhersehbar.

Seitens des Team Stronach für NÖ wird daher, so Laki, unverzüglich die Lösung der aufgezeigten Punkte eingefordert: Verlängerung U1, U6, drittes Gleis ab Wr. Neustadt und Beseitigung der Badner Bahn Kreuzungen mit der Triesterstrasse.

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