Bologna Tag 2014: Anerkennung - Bildungswege qualitätsvoll gestalten

Diese österreichweit größte Bologna-Veranstaltung im Rahmen der Umsetzung eines gemeinsamen europäischen Hochschulraums fand heuer an der Wirtschaftsuniversität Wien statt.

Wien (OTS) - Qualitativ hochwertige Hochschulbildung für alle, Durchlässigkeit zwischen Schule und Hochschule sowie zwischen allen Hochschulsektoren, Transparenz und eine faire Anerkennung von akademischen Leistungen" dies sind einige der Bologna-Ziele im europäischen Hochschulraum, die gestern beim siebenten österreichischen Bologna Tag besprochen wurden. Der Bologna Tag unterstützt den Dialog zwischen Universitäten, Fachhochschulen, Pädagogischen Hochschulen, Privatuniversitäten, Studierenden und weiteren Akteur/innen, wie den Fachministerien und den Sozialpartnern.

Der diesjährige Bologna Tag stand im Zeichen verschiedener Spielarten der Anerkennung - ein Kernthema des Bologna-Prozesses, das von der Anerkennung zwischen Berufsbildenden Höheren Schulen und dem tertiären Sektor, über die Anerkennung zwischen Hochschulinstitutionen bis hin zu Mobilitätsfragen im globalisierten Kontext reicht. Die Veranstaltung zeigte die Bandbreite jener Aspekte auf, die im Zeichen der Anerkennung stehen und beleuchtete internationale Regelwerke und Rechtslagen, Anerkennungs- und Transparenzinstrumente, Durchlässigkeit und den Umgang mit individuellen Bildungswegen. Rund 180 Teilnehmer/innen tauschten sich dazu im Rahmen der fünf thematischen Foren des Bologna Tages 2014 an der Wirtschaftsuniversität Wien auf fachlicher und praktischer Ebene aus.

Österreich bei Bologna-Umsetzung im europäischen Spitzenfeld

Einen Höhepunkt bildete die Verleihung der europäischen Diploma Supplement- und ECTS-Labels an neun österreichische Hochschulinstitutionen. "Österreich liegt im europäischen Kontext mit der Erfolgsquote bei den Label-Einreichungen im europäischen Spitzenfeld. Dies bestätigt das Engagement der österreichischen Hochschulinstitutionen bei der Mitgestaltung des Europäischen Hochschulraums", so Sektionschef Elmar Pichl, Leiter der Hochschulsektion im Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW). Pichl weiter: "Wir bieten mit der nationalen Gesetzgebung einen Rahmen, der den Bologna-Empfehlungen nachkommt. Ich vertraue auf die österreichischen Hochschulinstitutionen, innerhalb dieses Rahmens fair und studierendenorientiert zu handeln. Eine steuernde Begleitung der Thematik ist und bleibt ein wichtiges Anliegen des Ministeriums."

Die Medizinische Universität Graz, die Wirtschaftsuniversität Wien und die Private Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik Innsbruck (UMIT) erhielten erstmals das Diploma Supplement Label. Die Universität Innsbruck freute sich, als erste österreichische Universität das ECTS-Label entgegen zu nehmen. Sechs Hochschulinstitutionen konnten bestehende Qualitätssiegel erneuern: die Fachhochschule des bfi Wien, das Management Center Innsbruck/MCI, die Fachhochschule Vorarlberg, die Universität Wien, die Leopold-Franzens-Universität Innsbruck und die IMC Fachhochschule Krems.

Mittlerweile besitzt ein Drittel aller heimischen Hochschulinstitutionen diese Auszeichnungen der Europäischen Kommission. Die Labels sind internationale Qualitätssiegel für transparente Anerkennung und Lehrinformation und gelten jeweils drei Jahre.

Bologna: mehr Durchlässigkeit im Hochschulsystem

Im Zentrum des Europäischen Hochschulraums steht die faire akademische und berufliche Anerkennung einschließlich der Anerkennung nicht-formaler und informeller Bildung. Carita Blomqvist vom Finnish National Board of Education: "Wenn wir über faire Anerkennung sprechen, so sind wir im Bologna-Prozess an einem Punkt angelangt, wo der Blick auf die Umsetzung an den Hochschulen fällt. Die Basis bilden europaweit anwendbare Handbücher, Regelwerke wie das Lissabonner Abkommen oder Transparenz-Tools wie ECTS und das Diploma Supplement."

Eines der Hauptziele des Bologna Tags war es, den nationalen gesetzlichen Rahmen zu beleuchten, um dem Lissabonner Anerkennungsübereinkommen Rechnung zu tragen und die Anerkennungspraxis an den Hochschulinstitutionen voranzubringen.

Nachlese zum Bologna Tag 2014 und Fotogalerie auf www.bildung.erasmusplus.at/bolognatag2014

Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/5116

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