• 24.03.2014, 10:10:17
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"Universum"-Zweiteiler präsentiert Italien fernab aller Klischees

"Wildes Italien" am 25. März und 1. April um 20.15 Uhr in ORF 2

Utl.: "Wildes Italien" am 25. März und 1. April um 20.15 Uhr in ORF
2 =

Wien (OTS) - Wem zu Italien nur Strand, Sonne und Spaghetti
einfallen, der hat unser südliches Nachbarland noch gar nicht richtig
entdeckt: zumindest nicht die faszinierend vielfältige Tierwelt, die
sich hier im Schatten von Jahrtausenden menschlicher Kulturgeschichte
halten und entfalten konnte. Der "Universum"-Zweiteiler "Wildes
Italien" von Hans-Peter Kuttler zeigt ab Dienstag, dem 25. März 2014,
um 20.15 Uhr in ORF 2 unser Nachbarland Italien fernab aller
Klischees.

Teil 1: "Von den Alpen zur Toskana" - 25. März, 20.15 Uhr, ORF 2

Der Adamello-Brenta-Naturpark im Trentino ist das Reich einer
beachtlichen Braunbären-Population, während die Regionen über der
Baumgrenze den Greifvögeln, Dohlen, Gämsen und Steinböcken
vorbehalten sind. In ganz Europa wurde der Steinbock gnadenlos bejagt
und im 19. Jahrhundert schließlich ausgerottet. Nur im Gran Paradiso
konnte ein kleines Grüppchen überleben - es sind die Urahnen aller
heute in den Alpen lebender Exemplare. Weiter südlich liegt das
großflächige Schwemmland des Po-Deltas, Italiens reichstes
Vogelparadies und heute ein Naturschutzgebiet: Im Verborgenen brütet
der seltene Purpurreiher, der Seidenreiher kann sich hier ungestört
vermehren und dem Krebsfang widmen, nachdem er wegen seiner kostbaren
Prunkfedern schon fast ausgerottet war. Seeschwalben sind hier
anzutreffen und sogar Flamingos haben den "Parco del Delta del Po"
für sich entdeckt. Die malerischen Hügel der Toskana sind weltberühmt
für ihre Olivenhaine und das Blütenmeer ihrer Mohnfelder. Am Südrand
dieser uralten Kulturlandschaft findet man heute noch eine alte, mit
dem ausgestorbenen Auerochsen verwandte Rinderrasse, das Maremmaner
Rind. Diese langhornige, sehr widerstandsfähige Rasse braucht auch
entsprechende Hirten: Die "Butteri" auf ihren wendigen Pferden stehen
den legendären Cowboys aus dem Wilden Westen in nichts nach.

Teil 2: "Von Sardinien zu den Abruzzen" - 1. April, 20.15 Uhr, ORF 2

Geologisch betrachtet ist Sardinien eine halbe Milliarde Jahre alt,
weit älter als der Rest Italiens. Die Giara di Gestruri ist eine
karge Hochfläche auf der Insel - und ein Naturreservat. Einzigartige
kleinwüchsige Wildpferde sind hier zu Hause, ihre Vorfahren wurden
möglicherweise schon in vorchristlicher Zeit von phönizischen
Seefahrern mitgebracht. Die Pferde teilen sich die moorigen
Wasserstellen auf dem Basalt-Plateau mit dem Bisam, der aus
Nordamerika stammt. Der imposante Nager war wegen seines
außerordentlich dichten Pelzes sehr beliebt und wurde in Europa
ausgewildert. Die höchsten Regionen der Insel sind die Heimat des
Mufflons. Bei Gefahr ziehen sich diese Wildschafe am liebsten auf
Geröll zurück - dort sind sie ihren Feinden konkurrenzlos überlegen.
Die Küstengewässer werden nur extensiv befischt, damit die
Unterwasserwelt in ihrer Vielfalt erhalten bleibt. Das erlaubt sogar
dem Riesenhai, dem zweitgrößten Fisch der Welt, ein Überleben vor den
Küsten Sardiniens. Die Grotte di Frasassi auf dem mittelitalienischen
Festland ist eine der größten Tropfsteinhöhlen der Erde und wurde
erst 1971 entdeckt. Ihre Kalkstein-Gebilde wirken fast wie die Säulen
einer Kathedrale von Menschenhand. Dabei ist sie ein reines
Naturprodukt, Teil des lange unentdeckten "Wilden Italien" und
Schlafquartier für Fledermäuse wie das Punische Mausohr. Nur wenig
weiter im Süden liegen die Abruzzen, die vielleicht wildeste
Landschaft Italiens. Oberhalb der Baumgrenze liegt hier das Reich der
Abruzzengämse. Nur noch 1.800 Exemplare zählt der Bestand, ihr
Lebensraum wurde zum Naturschutzgebiet erklärt. Davon profitieren
auch andere selten gewordene Tiere: In jüngster Zeit ist es sogar
gelungen, Luchse wieder anzusiedeln. Weiter unten, in den
Buchenwäldern an den Berghängen, sind Waldarbeiten nur noch in
geringem Ausmaß und mit Arbeitspferden statt Maschinen erlaubt, ein
Umstand, der der Mittelmeer-Erdkröte das ungestörte Überwintern auf
dem Waldboden erleichtert.

Es ist ein ungewöhnliches Italien-Erlebnis, das der
"Universum"-Zweiteiler vermittelt. Er zeigt, wie selbst in einer seit
Jahrtausenden von Menschen besiedelten und kultivierten Landschaft
einzigartige Lebensräume für Wildtiere erhalten geblieben sind und
teilweise sogar neu entstehen.

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