Neues Volksblatt: "Hände nehmen" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 22. März 2014

Linz (OTS) - Mittlerweile hat man den Eindruck, im Unterrichtsministerium wehrt man sich mit Händen und Füßen dagegen, dass in Sachen Bildungstests doch etwas möglich ist. Anders ist kaum erklärbar, dass man die Initiative von Oberösterreichs Bildungslandesrätin Doris Hummer in Bezug auf die PISA-Vortestungen derart demonstrativ abgekanzelt hat. Hummer sei nicht Vertragspartnerin der OECD, sie habe lediglich eine bereits bekannte Auskunft bekommen, ließ man wissen. Das wäre ja noch schöner, wenn jetzt schon die aus der Provinz etwas erreichen, was zwar nicht im Sinne der SPÖ-Ministerin, aber sehr wohl im Sinne der Lehrer und Schüler wäre.
Hätte Ministerin Gabriele Heinisch-Hosek auch so akkurat gehandelt, als man im Ministerium erstmals über das Datenleck beim Bifie informiert worden war, hätte man sich die ganze Verschieberei eventuell auch sparen können. Nur zu sagen, man braucht bis Jahresende für die diversen Überprüfungen, ist ein wenig mager, die mögliche Fristverlängerung einfach vom Tisch zu wischen, ist schnoddrig.
Vor allem aber ist der Eindruck, man muss sich leider Gottes zurücklehnen, weil die Experten monatelang das Datenloch begutachten müssen, in der jetzigen Situation der Koalition kon-
traproduktiv. Jetzt ist arbeiten angesagt, nicht das Wälzen von Visionen einer notenlosen Schule. Heinisch-Hosek sollte Hände, die man ihr reicht, nehmen und nicht ausschlagen.

Rückfragen & Kontakt:

Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
politik@volksblatt.at
http://www.volksblatt.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVB0001