Renner/Androsch: (Trink)Wasserqualität in Niederösterreich

Neue Kennzeichnung von Badegewässern ab Badesaison 2014

St. Pölten, (OTS/SPI) - Anlässlich des morgen stattfindenden internationalen Weltwassertages präsentierten NÖ Konsumentenschutzreferentin LHStv. Mag. Karin Renner und NÖ Gesundheitsreferent Ing. Maurice Androsch Zahlen, Daten und Fakten zur Trink- und Badewasserqualität in Niederösterreich.

"Österreich ist eines der wenigen Länder der Welt, in dem der Trinkwasserbedarf fast zur Gänze aus geschützten Vorkommen gedeckt werden kann. Die Versorgung der Bevölkerung erfolgt zu 90 Prozent aus öffentlichen Wasserversorgungsanlagen, zu zehn Prozent aus privaten Hausbrunnen und Quellfassungen. Die Betreiber von öffentlichen Wasserversorgungsanlagen sind professionelle Betriebe, die im Rahmen des Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetzes (LMSVG) zur Qualitätskontrolle und regelmäßigen Befundvorlage an die Behörde verpflichtet sind. Die Trinkwasseraufsicht beim Amt der NÖ Landesregierung kontrolliert Befunde und Anlagen, zieht Stichproben und schreibt gegebenenfalls Maßnahmen zum Schutz der KonsumentInnen vor. Die Behörde führte im Jahr 2012 rund 13.000 Kontrollen der Trinkwasserbefunde der Versorgungsanlagen durch, bei nur 27 Überprüfungen mussten in späterer Folge Maßnahmen ergriffen werden", so Niederösterreichs oberste Konsumentenschützerin LHStv. Mag. Karin Renner. Rund 70 Millionen m3/Jahr an Trinkwasser werden durch öffentliche Versorger zur Verfügung gestellt, ca. 10 Millionen m3/Jahr kommen aus privaten Versorgungen. Die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher verbrauen durchschnittlich ca. 150 l Wasser pro Person und Tag.

"Niederösterreichs Trinkwasser weißt eine vorbildhaft hohe Qualität auf, Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. In vielen Teilen unserer Welt ist Trinkwasser knapp, ja gar nicht vorhanden. So haben beispielsweise in den Entwicklungsländern 1,2 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser, aber auch in vielen Ländern Europas ist es nicht selbstverständlich, Leitungswasser trinken zu können. Daher auch anlässlich des Weilwassertags ein Appell, die Wichtigkeit sauberen Trinkwassers im Bewusstsein der Bevölkerung zu stärken sowie unser Wasser zu schützen und behutsam damit umzugehen. Niederösterreich ist in der glücklichen Lage, über genügend Wasserreserven zu verfügen, um den Trink- und Gebrauchswasserbedarf jetzt und in Zukunft abzudecken. So soll es auch bleiben", so LHStv. Renner.

Landesrat Androsch wies darauf hin, dass die Eigenschaften des Wassers grundlegende Bedeutung für ein gesundes Leben haben. Hygienisch einwandfreies Wasser spiele in vielen Lebensbereichen eine wichtige Rolle, so Androsch: "Wir alle wissen, welchen günstigen Effekt regelmäßige Bewegung und Sport auf unseren Körper und unsere Gesundheit haben. Sportliche Aktivitäten im Wasser, aber auch bloß das einfache Badevergnügen an heißen Tagen in der freien Natur brauchen sauberes Wasser, um das Naturerlebnis sicher genießen zu können."

In Niederösterreich sind 30 Oberflächengewässer derzeit als EU-Badestellen gekennzeichnet und werden in der Badesaison von 15. Juni bis 31. August im Rhythmus von zwei Wochen kontrolliert. Insgesamt gibt es in NÖ ca. 270 Freibäder, Kleinbadeteiche und Badegewässer, die der amtlichen Kontrolle unterliegen. Auf der Homepage des Landes Niederösterreich können immer die aktualisierten Prüfergebnisse der NÖ Badegewässer und die entsprechenden Richtwerte abgerufen werden.

Niederösterreich könne auf die Qualität seiner Badegewässer stolz sein, unterstrich Androsch. Die überwiegende Mehrheit der Badestellen würde ausgezeichnete Badewasserqualität aufweisen und alle Anforderungen der strengen internationalen Richtlinien erfüllen. Dies werde auch der für Mai erwartete EU-Badegewässerbericht zeigen, wie erste Informationen durchblicken ließen, so Androsch. "Erstmals werden die Messewerte der Badewasserqualität im Zeitraum von vier Jahren in die Bewertung einbezogen und damit uns noch ein genaueres Bild geben. Für Niederösterreich zeigt sich, dass kein einziges Gewässer als 'mangelhaft' ausgewiesen wird", hielt Androsch fest.

Neu für die kommende Badesaison wird auch sein, dass die EU-Badestellen mit einheitlichen Piktogrammen in den Stufen "ausgezeichnete, gute, ausreichende und mangelhafte Badewasserqualität" ausgeschildert werden beziehungsweise mit Hinweisschildern vom Baden abgeraten wird, wenn die Beschaffenheit des Badegewässers ungenügend ist. "Wenn das Wetter in den kommenden Monaten mitspielt, steht dem Badespaß also nichts mehr entgegen", so Androsch.
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