AK zu Pendlerrechner (3): Kaske fordert gerechtes Pendlergeld

AK Kaske fordert: Pendlerinnen und Pendler entlasten, Lohnsteuer senken

Wien (OTS) - Das Chaos beim Pendlerrechner zeigt: "Einfach, gerecht und transparent muss ein Pendlergeld sein. Der Weg zur Arbeit wird immer teurer, da braucht es eine Unterstützung, die wirklich hilft", fordert AK Präsident Rudi Kaske. Das Pendlerpauschale ist zu kompliziert und überholt. Noch dazu bevorzugt es Besserverdienende. Ein gerechtes Pendlergeld soll im Zuge einer Steuerstrukturreform angepackt werden. "Es ist längst an der Zeit, die Lohnsteuer für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu senken. Auch das Pendlergeld muss man in diesem Zusammenhang verbessern."

Im Zuge der Reform der Pendlerförderung 2013 konnte die AK viele Verbesserungen für die Pendlerinnen und Pendler erreichen: etwa die Einführung des sogenannten Jobtickets, einen anteiligen Anspruch auf das Pauschale für Teilzeitbeschäftigte und eine Erhöhung der Steuergutschrift für jene mit niedrigerem Einkommen. Doch die Unterscheidung zwischen großem und kleinem Pendlerpauschale ist geblieben. Sie ist kompliziert, hat sich überholt und hat keine ökologische Lenkungswirkung. Noch dazu steigt die Höhe des Pauschales je nach Wegstrecke alle 20 km sprunghaft an. Der 20., 40. oder 60. Kilometer werden so unverhältnismäßig viel wert.

Die AK fordert daher ein kilometerabhängiges Pendlergeld, unabhängig von der Höhe des Einkommens und unabhängig vom Verkehrsmittel. 2013 wurde auch der sogenannte "Pendlereuro" eingeführt. Zusätzlich zum kleinen oder großen Pauschale können sich Pendlerinnen und Pendler so einmal im Jahr einen Euro pro Kilometer des Hin- und Retour-Arbeitsweges von der Steuer abziehen lassen. "Dieses kilometerabhängige Pendlergeld hat Verbesserungen für die Pendlerinnen und Pendler gebracht. Ein richtiger Ansatz. Zusätzlich zum Pauschale wird die Pendlerförderung so aber noch komplizierter", so Kaske. Die AK fordert, dass der Pendlereuro aufgestockt wird und einen gerechten Ausgleich für die hohen Kosten für den Arbeitsweg schafft, vor allem bei den mittleren und unteren Einkommen. So soll er das komplizierte Pendlerpauschale ersetzen.

Der Vorteil: Von diesem Pendlergeld hätten alle etwas, unabhängig von ihrem Einkommen. Im Gegensatz dazu, mindert der derzeitige Freibetrag (das Pendlerpauschale) die Lohnsteuerbemessungsgrundlage. Die Steuerentlastung ist damit abhängig vom Einkommen - je höher das Einkommen desto größer die Entlastung.

ArbeitnehmerInnen, die keine Lohnsteuer zahlen, sollen das Pendlergeld als Negativsteuer ausbezahlt bekommen. Die Verbesserungen für Teilzeitbeschäftigte durch die Reform der Pendlerpauschale 2013 sollen auch für das neue Pendlergeld gelten. Und das sogenannte Jobticket soll auch weiterhin lohnsteuerfrei sein. Ein wichtiges Mittel, das den Umstieg vom Auto auf die Öffis unterstützt. Damit das noch besser gelingt, fordert die AK auch weiterhin den Ausbau des öffentlichen Verkehrsnetzes.

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