Albin Kälin: 'Wir sollen unseren ökologischen Fußabdruck vergrößern'

Cradle to Cradle Öko-Pionier Albin Kälin sprach am 20.3. im TÜV AUSTRIA Forum

Wien (OTS) - "Dass unsere Zahnbürste aus irgendwelchen komischen Designgründen aus 5-7 verschiedenen Kunststoffmaterialien gebaut sein muss, ist einfach schlechtes Design" erklärt Albin Kälin, Geschäftsführer der Enviromental Protection Encouragement Agency (EPEA) dem hochkarätigen Publikum im ausgebuchten TÜV AUSTRIA Forum. Rohstoff-Kreisläufe sollen nicht gemischt sondern über mehrere Lebenszyklen in der Qualität erhalten bleiben, führt Kälin weiter aus: "Wir sollen unseren ökologischen Fußabdruck vergrößern, sodass wir uns nützlich machen können."

Die EPEA möchte ein Umdenken von linearen Prozessen (Cradle to Grave) zu einer Kreislaufwirtschaft (Cradle to Cradle) anstoßen. In Zusammenarbeit mit der Industrie werden laufend neue, bahnbrechende Projekte nach dem C2C-Prinzip entwickelt, durch die sich das unabhängige Unternehmen zur Gänze finanziert, und es besteht Handlungsbedarf: "Nehmen Sie die Einkaufstaschen. Diese werden bei 60 Grad biologisch abgebaut, jedoch herrscht in Komposthaufen nur 40 Grad Celsius: ganze Systeme müssen neu gebaut werden!"

In der Entwicklung vom Take-Make-Waste Prinzip hin zu Cradle to Cradle hat sich die EPEA nach Jahren das Vertrauen der Industrie als "Wissenstreuhänder" erarbeitet. Denn C2C geht weiter als das klassische Supply Chain Management: "Es geht um Netzwerkmanagement, die Hersteller, die Händler und die Konsumenten müssen miteinbezogen werden, wir wollen die Produkte zum Kreislauf zurückführen", erklärt der Gewinner der UBS Key Trophy als Unternehmer des Jahres.
"Es gilt die Verpflichtung, nachteilige Umweltauswirkungen zu vermindern, zu reduzieren oder zu verlangsamen. Unser Fokus sind Materialien und Materialflüsse so zu designen, dass sie für die Regeneration und Erhaltung ihrer biologischen und technischen Quellen förderlich sind", beschreibt Kälin, das C2C Prinzip, mit dem er bereits 1993 die Produktlinie Climatex(R), die ersten Cradle to Cradle(R) Produkte der Welt ins Leben gerufen hat.

Der amerikanische Filmstar Brad Pitt erklärte, dass für ihn Cradle to Cradle eine der 10 wichtigsten Lektionen seines Lebens ist, was Albin Kälin mit einem packenden Beispiel begründet: der Möbelhersteller Giroflex verbaut einen Computerchip auf seinen Bürostühlen, auf denen die verwendeten Materialien, die gesamte chemische Zusammenstellung des Produkts verkauft ist. So verabschiedet sich Giroflex vom der Cradle to Crave Sackgasse, wenn nach 5 Jahren ein neuer Stuhl angeschafft wird: "Die Rohstoffe, die Sie in der Zukunft benötigen, sind bereits bei Ihren Kunden". Namhafte Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft waren begeistert von Albin Kälins Cradle to Cradle(R) Konzept, darunter DI Dr. Norman Brunner, Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft, DI Dr. Helga Stoiber, Umweltbundesamt, Univ. Prof. Dr. Wilfried Sihn, Fraunhofer Austria Research, Alois Steindl, iSi Automotive, Ing. Bernhard Schiller, Baxter AG, DI Herbert Schlossnikl, Vöslauer Mineralwasser AG und Josef Eisenschenk, Agrana. Aufzeichnung des Vortrags "Kreislaufwirtschaft und Sicherheit" unter http://tuev.streaming.at/20140320/

Der nächste TÜV AUSTRIA Live Stream findet am 3.4.2014, ab 19.30h statt: Brau Union AG Generaldirektor DI Dr. Markus Liebl spricht über "Qualität und Innovation", http://www.tuv.at/liebl

Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/5130

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Walter Schönthaler
TÜV ÖSTERREICH Gruppe
Leiter Marketing & Kommunikation
Head of Marketing & PR
Krugerstraße 16; A-1015 Wien, Austria
Tel.: +43(0)1 514 07-6039
Fax: +43(0)1 514 07-76039
Cell.: +43(0)664 510 48 81
E-Mail: walter.schoenthaler@tuv.at
Web: www.tuv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | TVO0001