Stronach/Franz: Ambulanzen entlasten, niedergelassene Ärzte stärken

Manchester Triage System für alle Spitäler, leichte Fälle in Ärztezentren statt in Ambulanzen behandeln

Wien (OTS) - Eine Entlastung der Ambulanzen samt Stärkung der niedergelassenen Ärzte forderte Team Stronach Gesundheitssprecher Dr. Marcus Franz im Rahmen einer Pressekonferenz. "Bei den allgemeinen Ambulanzen der Kliniken fehlt zumeist ein klares Zuweisungssystem wie die Triage", so Franz, der für alle Spitäler in Österreich die Einführung des "Manchester Triage Systems" (MTS) verlangte. Parallel dazu will Franz eine adäquatere Bezahlung der Leistungen der Hausärzte und die Möglichkeit, dass Klinikinfrastrukturen auch von niedergelassenen Ärzten genutzt werden können.

Beim MTS machen speziell geschulte Pflegekräfte nach genauen Vorgaben eine Schnelldiagnose, aufgrund derer dann die Zuweisung der Patienten in eine der fünf Dringlichkeitsstufen von unmittelbar lebensbedrohend bis zu "harmlos" erfolgt. Entsprechend dieser Einteilung kann es nicht passieren, dass Not- oder Akutfälle auf die Versorgung warten müssen. Zudem gibt es entsprechend der Einteilung auch eine Maximalwartezeit, die bei ganz leichten Beschwerden bis zu sechs Stunden betragen kann. Allein dies wirke schon steuernd auf die Besuchsfrequenz, so Franz.

Neben dem Krankenhaus Mistelbach haben die Uni-Klinik Graz und die Barmherzigen Brüder in Linz dieses System in Verwendung, dass sich laut Franz "europaweit bewährt hat!" Somit ließe sich "der Zustrom zu den Ambulanzen außerhalb der klassischen Arbeitszeiten reduzieren", erklärte Franz. Es sei aber grundsätzlich der Trend zu bemerken, dass viele Patienten erst außerhalb ihrer geregelten Arbeitszeit einen Arzt aufsuchen. Diesem Trend müsse auch die Gesundheitspolitik Rechnung tragen, forderte der Team Stronach Gesundheitssprecher.

Franz verlangte eine gesetzliche Änderung, dass Ärzte auch Ärzte anstellen können. Dadurch ließen sich flexible Teilzeitmodelle für Ärztinnen und Ärzte entwickeln, die wegen ihrer Familie keine Vollzeitarbeit erledigen können. Zusammen mit eigenen Ärztezentren im Nahbereich von Kliniken könnten in Verbindung mit längeren Öffnungszeiten und in enger Zusammenarbeit die leichten Fälle in Ärztezentren statt in den Ambulanzen behandelt werden, so Franz.

Dazu müsse aber auch die Bezahlung der Hausärzte verbessert werden, verlangte Franz. "Praktiker, die Hausbesuche machen, sind derzeit schlechter bezahlt, als ein Monteur, der ihre Waschmaschine repariert", so Franz angesichts einer Visite-Pauschale von 37 Euro brutto. Die Mehrkosten durch höhere Entlohnung könnten durch eine Zusammenlegung der Kassen getragen werden. Franz: "Neben den Einsparungen im Verwaltungsbereich brächte eine vollständige Transparenz der verwendeten Mittel große Einsparungen!"

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