Internationaler Tag des Waldes 2014: Rotbuche ist "Baum des Jahres" in Österreich

Rupprechter: Wald hat große ökonomische und ökologische Bedeutung

Wien (OTS) - Der 21. März steht ganz im Zeichen von "Wald und Baum". Der internationale Tag des Waldes macht jedes Jahr auf die Bedeutung aller Waldarten aufmerksam.

So hat die Aktion "Baum des Jahres" an diesem Tag eine lange Tradition. Sie zielt darauf ab, über wichtige oder gefährdete Baumarten und den Wald in seiner ökologischen und ökonomischen Bedeutung für uns Menschen zu informieren. Die Rotbuche repräsentiert in Österreich den Baum des Jahres 2014.

"Die Rotbuche wurde zum Baum des Jahres 2014 gewählt, um die Aufmerksamkeit auf die große - in Zukunft noch zunehmende -ökologische und ökonomische Bedeutung dieser Baumart zu lenken. Die Aktion Baum des Jahres ist ein essentieller Beitrag für die biologische Vielfalt unserer Natur- und Kulturlandschaften", erklärt Bundesminister Rupprechter. Durch die zu erwartende Klimaerwärmung gerate die Fichte zunehmend unter Stress und werde massiv zurückgedrängt. Die Buche, die unter wärmeren klimatischen Bedingungen gute Voraussetzungen finde, sollte hier wieder mehr zum Einsatz kommen.

Die Rotbuche kann man mit Fug und Recht als Alleskönnerin bezeichnen, die sowohl im Wald als auch in den Produkten Höchstleistungen bringt. Die Rotbuche ist für die Weiterverarbeitung zu hochwertigen Produkten eine gefragte Baumart. Sie wird sowohl im Möbel- und Innenausbau verwendet als auch als Rohstoff für die Textilfaser Viskose. Sie ist unter den weltweit vorkommenden elf Buchenarten etwas ganz Besonderes, denn sie ist eine echte Europäerin. Ihr Name kommt von der zart rötlichen Färbung des Holzes. Sie ist in Österreich mit etwa zehn Prozent am Gesamtvorrat die häufigste Laub-Baumart. Besonders stark vertreten ist sie beispielsweise im Wienerwald.

Grundsätzlich nimmt die Waldfläche in Österreich stetig zu. Der Vorrat lag in den 1990er Jahren noch bei unter einer Milliarde Vorrats-Festmeter, so liegt er heute bei 1,135 Milliarden Vorrats-Festmeter.
Durchforstungen sind notwendige Pflegemaßnahmen im Wirtschaftswald, die bewirken, dass der Zuwachs in Folge ansteigt.
Nutzungen in sogenannten Schutzwäldern sind nur mit gewissen Auflagen möglich.

Die Forstbetriebe müssen natürlich nachhaltig wirtschaften und erstellen dafür auch entsprechende betriebswirtschaftliche Pläne und agieren auch danach. "Ungeplante" Nutzungen gibt es im Falle von Katastrophen.
Grundsätzlich hat Österreich das strengste Forstgesetz und hat damit internationale Vorbildwirkung.

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