Bereits rund 9000 Unterstützer für parlamentarische Bürgerinitiative von AK und ÖGB OÖ

Linz (OTS) - Die parlamentarische Bürgerinitiative von AK und ÖGB Oberösterreich für eine Informationspflicht bei Unterbezahlung und eine Verlängerung der Verfallsfristen für vorenthaltenes Entgelt findet breite Unterstützung. Innerhalb weniger Tage haben bereits rund 9000 Menschen die Unterschriftenliste unterschrieben. "Demnächst werden wir die Liste der bisherigen Unterstützer/-innen Nationalratspräsidentin Mag.a Barbara Prammer überreichen. Selbstverständlich werden wir darüber hinaus weiterhin Unterschriften sammeln und Druck machen, um unsere Forderungen durchzusetzen", sagt der AK-Präsident und ÖGB-Landesvorsitzende Dr. Johann Kalliauer.

Das Formular zur Unterstützung der Bürgerinitiative kann auf ooe.arbeiterkammer.at und oegb.at/ooe heruntergeladen werden. Unterstützer sollen das ausgefüllte Formular in ein Kuvert stecken und an die AK OÖ, Volksgartenstraße 40, 4020 Linz, schicken. Das Porto zahlt der Empfänger.

Das Formular kann beliebig viele Unterschriften enthalten. Jede Stimme zählt! Jede Unterstützerin/Jeder Unterstützer muss aber alle nötigen Angaben in die Liste (Name, Adresse, Geburtsdatum) eigenhändig eintragen, sonst ist die Unterschrift ungültig.

Im Folgenden das Anliegen der Bürgerinitiative im Wortlaut:
In letzter Zeit haben die Fälle von Unterbezahlung zugenommen: Einige Unternehmen zahlen ihren Beschäftigten weniger Lohn/Gehalt, Überstunden und Zulagen aus, als ihnen laut Kollektivvertrag zusteht. Viele Millionen Euro entgehen den Arbeitnehmern/-innen dadurch jährlich.

Wenn die Gebietskrankenkasse (GKK) mit dem Finanzamt bei einer Betriebskontrolle eine Unterentlohnung aufdeckt, dann dürfen die betroffenen Mitarbeiter/-innen nicht einmal darüber informiert werden. Ich fordere den Österreichischen Nationalrat auf, im Interesse der Betroffenen folgende gesetzliche Regelungen zu beschließen:

1. Die Beschäftigten müssen verständigt werden, wenn eine Kontrolle zeigt, dass sie zu wenig Lohn oder Gehalt bekommen haben.

2. Die Betroffenen verlieren durch kurze Verfallsfristen Millionen für die Arbeit, die sie bereits erbracht haben. Verfallsfristen von weniger als drei Jahren für nichtbezahlte Ansprüche von Arbeitnehmern/-innen sollen deshalb abgeschafft werden.

Rückfragen & Kontakt:

Arbeiterkammer Oberösterreich, Kommunikation
Dr. Walter Sturm
Tel.: (0732) 6906-2192
walter.sturm@akooe.at
ooe.arbeiterkammer.at

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