Rosenstatter zum Tag des Waldes: Aktive Bewirtschaftung sichern

Absage zu geplanten Nachhaltigkeitskriterien

Wien (OTS) - "Die heute von der Gesellschaft so geschätzten Wälder und deren Leistungen sind das Ergebnis einer nachhaltigen und aktiven Forstwirtschaft. Nur durch diese aktive Waldbewirtschaftung können eine Abmilderung des Klimawandels, die Reduktion der CO2-Emissionen, die Erhöhung des Anteils an erneuerbaren Energien und die Erhaltung sowie Förderung der Biodiversität erreicht werden. Unnötige zusätzliche Regulierungen durch Nachhaltigkeitskriterien für feste und gasförmige Biomasse oder eine generelle Außer-Nutzung-Stellung des Waldes sind schädlich", betont Rudolf Rosenstatter, Obmann des Waldverbandes Österreich, anlässlich des heutigen Internationalen Tag des Waldes.

Überregulierung gefährdet Waldbewirtschaftung

Grundsätzlich ist die Forstpolitik Sache der EU-Mitgliedstaaten. In ganz Europa bestehen strenge Forstgesetzte. Dennoch wird durch unterschiedliche Politikbereiche und Interessengruppen versucht, massiven Einfluss auf die Waldbewirtschaftung in den Ländern auszuüben. Bestes Beispiel dafür ist die seit 03.03.2013 geltende EU-Holzverordnung, die der illegalen Abholzung der Regenwälder Einhalt gebieten soll. Aufgrund des Gleichheitsgrundsatzes der WTO muss diese Verordnung auch in Europa gelten, wodurch die heimischen Waldbesitzer direkt betroffen sind.

"Es ist erstaunlich, wie sehr die negativen Entwicklungen bei der Abholzung von Regenwäldern, der illegalen Holznutzung und einem damit verbundenen Artenverlust in Teilen der Welt dafür genutzt werden, die heimische Forstwirtschaft zu regulieren. Hier soll die gut funktionierende, nachhaltige und multifunktionale Waldbewirtschaftung in Österreich und Europa durch überbordende Bürokratie deutlich erschwert werden. Zudem stellen Auflagen wie zum Beispiel die Pflicht zur Erstellung von Waldwirtschaftsplänen einen Eingriff in das Eigentumsrecht dar. Übrig bleiben die Waldbesitzer, die Einkommen aus ihrem Bestand erwirtschaften wollen, diesen aber gleichzeitig nicht nutzen sollen. Damit macht die EU dem Bürger die Holzverwendung unerschwinglich", erteilt der Obmann den geplanten Nachhaltigkeitskriterien eine klare Absage.

Eine starke Stimme für die Forstwirtschaft

"Die heimische und die europäische Forstwirtschaft brauchen eine starke Vertretung im EU-Parlament. Nur so können die Interessen unserer Waldbesitzer gewahrt und künftige Herausforderungen mitgestaltet werden. Mit Elisabeth Köstinger wurde uns diese Stimme gegeben. Sie hat sich der Forstwirtschaft angenommen und unsere Argumente und Standpunkte in zahlreichen Debatten sehr engagiert dargelegt und eingebracht", hält Rosenstatter fest und gratuliert der diesjährigen "MEP-Award"-Gewinnerin. "Am 25.05.2014 findet die nächste Europawahl statt. Sorgen wir nun mit unserer Stimme für eine starke Vertretung der Forstwirtschaft auf EU-Ebene. Nützen wir die Möglichkeit, mitzuentscheiden, wie es in Europa weitergehen soll", so der Obmann abschließend.
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