Mandl für EU-Bürgerrechte, Friedens-Supermacht, starke Regionen - gegen Zentralismus

Mandl: Ich nehme Europa persönlich. Wir alle können Europa persönlich nehmen. Denn Europa betrifft uns alle!

St. Pölten (OTS/NÖI) - "Mein Großvater väterlicherseits ist als Bauernsohn im heutigen Slowenien aufgewachsen und musste 1918 flüchten. Meine Mutter stammt aus Holland und ist im Juli des Jahres 1945 geboren. Ihr Vorname Victoire bedeutet 'Sieg'. Sie hat diesen Namen weil in ihrem Geburtsjahr das verbrecherische Schreckens-Regime des Nationalsozialismus besiegt worden ist", sagte Landtagsabgeordneter Mag. Lukas Mandl, Vorsitzender des Europa-Ausschusses im NÖ Landtag und Spitzenkandidat der Volkspartei Niederösterreich für die Europawahl am 25. Mai 2014, zur Einleitung der Aktuellen Stunde im NÖ Landtag unter dem Titel "Europas Entwicklung 1914 bis 2014: Von verfeindeten Nationalstaaten hin zu einem gemeinsamen Friedens- und Wirtschaftsraum". Mandl erklärte, dass er Europa sehr persönlich nehme, und dass alle Landsleute Europa sehr persönlich nehmen können, weil Europa und seine Union das persönliche Leben stark betrifft. Außerdem sei die Geschichte Europas untrennbar mit den Familiengeschichten der Menschen in Europa verbunden. Er selbst sei da keine Ausnahme.

"Das Glas ist halb voll" Der Landtagsabgeordnete zitierte den Vorsitzenden der FDP, Christian Lindner, 35, der gesagt habe, die europäische Einigung habe für die Generation seiner Großeltern Frieden bedeutet, für die Generation seiner Eltern zusätzlich Wohlstand gebracht und für seine eigene Generation Freiheit. Mandl unterstrich diesen Überblick über die vergangenen Jahrzehnte und ergänzte: "Und wenn wir in eine gute Zukunft gehen, dann wird Europa für die Generation meiner Kinder zusätzlich Heimat bedeuten, wirklich mit dem Herzen empfundene Heimat."

Dafür müsse Europa aber offensiv weiterentwickelt werden. "Ich weiß, dass viele Landsleute mit vielen Aspekten der Union nicht einverstanden sind. Auch ich bin nicht mit allem einverstanden. Deshalb will ich mich ja einmischen und Europa besser machen. Für mich ist aber ganz klar, dass das sprichwörtliche 'Glas halb voll' sei, und die Alternative zu einem gemeinsamen Europa nur ein 'halb leeres Glas' sei, also eine Preisgabe von Freiheit, Frieden und Wohlstand." - In diesem Sinne bewerbe er, Mandl, sich um ein Mandat Österreichs im Europaparlament. "So wie alle im Landtag ihre Wahlkreise vertreten, so möchte ich im Europaparlament den Wahlkreis Österreich vertreten und bitte dafür um Vertrauen durch Vorzugsstimmen."

Nummer 7 mit 7 Zielen Als Nummer 7 auf der Liste Othmar Karas habe er sein Arbeitsprogramm in 7 Punkte zusammengefasst, so Mandl. Es gehe darum, dass Europa erstens nach innen die Bürgerrechte stärke, dass es zweitens nach außen eine Supermacht für den Frieden werde, dass drittens Zentralismus verhindert und abgebaut werde, dass viertens Österreich in Europa selbstbewusst auftrete, fünftens die Regionen gestärkt würden, sechstens Menschen über ganz Europa in Bildungs- und Arbeitswelt besser vernetzt werden und besser Freundschaften schließen könnten und siebtens dass das politische System reformiert werde, damit die Verantwortlichen in den Institutionen den Bürgerinnen und Bürgern mehr zuhören.

Wie Mandl ausführte, habe EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso erklärt, Europa müsse in großen Dingen groß und in kleinen Dingen klein sein. Mandl: "In diesem Satz steckt sehr viel Richtiges! Nach außen als Friedens-Supermacht und für das gemeinsame Ganze muss Europa groß sein, nach innen müssen die Bürgerinnen und Bürger, die Zivilgesellschaft, die Kommunen und Regionen die entscheidende Basis bilden."

Für Freiheit und Vielfalt, gegen Krieg Mandl zitierte Stefan Zweig, der in seinem 1944 posthum erschienenen Werk "Die Welt von Gestern" den Nationalismus wörtlich als "die Erzpest des Jahrhunderts" bezeichnet hatte. Zweig habe beschrieben, wie wunderbar und vielfältig Europa vor den Weltkriegen gewesen sei: "Wir aber, die wir noch die Welt der individuellen Freiheit gekannt, wir wissen und können es bezeugen, dass Europa sich einstmals sorglos freute eines (...) Farbenspiels", so Zweig. Europa, so der große Denker damals, werde "für Jahrzehnte nicht mehr sein, was es (...) gewesen". - "Diese von Zweig erwähnten Jahrzehnte sind mittlerweile vergangen. Europa ist eine starke Region mit Frieden, Wohlstand und Freiheit. Wir haben es in der Hand, es zu gestalten und in die Zukunft weiterzuentwickeln", so Mandl, der abschließend aus einer Rede von Europa-Landesrätin Barbara Schwarz, die diese beim NÖ Akademikerbund gehalten hatte, zitierte, "dass das Friedensprojekt Europäische Union in Wahrheit alles überstrahlen muss. Denn der Krieg ist nicht der Vater aller Dinge. Zunächst einmal ist er Zerstörer aller Dinge und das sollten wir bedenken."

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