Medialer Rollentausch: Der ORF schreibt Zeitung, "Die Presse" macht Fernsehen in ORF III

Kooperation zu fünf Jahre "Die Presse am Sonntag"

Wien (OTS) - Wenn Fernseh- und Zeitungsmacher ihre Medien tauschen und in die Rollen der jeweils anderen schlüpfen, dann kann das nur eine spannende Sache werden! Anlässlich des fünfjährigen Jubiläums der "Presse am Sonntag" präsentieren der ORF und "Die Presse" eine einmalige Kooperation: Die Redaktion der österreichischen Qualitätszeitung macht von 24. bis 30. März eine Woche lang Fernsehen in ORF III, der ORF zeichnet für die Jubiläumsausgabe "Die Presse am Sonntag" vom 30. März inhaltlich verantwortlich.

ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz: "Ich freue mich sehr über diese ebenso hochkarätige wie einzigartige Kooperation: Der ORF und 'Die Presse', die beiden 'Redaktionen des Jahres', tauschen ihr Medium. Das Motto dieses Top-Transfers auf höchstem journalistischen Niveau: 'Fern Sehen'. Mit Weitblick werden die renommiertesten TV-Journalisten des Landes versuchen, die Historie der einzigartigen 'PaS'-Geburtstag-Ausgaben würdig fortzuschreiben. Im Gegenzug gestaltet die höchst ausgezeichnete Printredaktion Österreichs Sendungen unseres Spartensenders ORF III. Gewinner dieses besonderen Joint Ventures der renommiertesten Qualitätsmedien des Landes ist in jedem Fall das Publikum. Mein Dank gilt Chefredakteur Rainer Nowak und seinem Team, die sich genauso wie wir auf spannende, erfrischende Zugänge freuen."

Rainer Nowak, Chefredakteur "Die Presse": "Gastchefredakteure haben bei der 'Presse am Sonntag' bereits Tradition. Zum fünften Geburtstag haben wir eine ganze Redaktion zu Gast: Die geschätzten Kollegen des ORF übernehmen das Blatt und gestalten die Ausgabe vom 30. März mit dem Helikopterblick unter dem Titel 'Fern Sehen'. Das Nachdenken über Medien wird ein inhaltlich logischer Schwerpunkt. Aber auch in der Struktur wird das spürbar sein. Die einzelnen Abschnitte der Zeitung, die wir Bücher nennen, werden nach TV-Begriffen geordnet. Auch für die 'Presse' gibt es dabei eine neue Rolle: Wir dürfen in ORF III in der Woche davor einige Beiträge (mit)gestalten. Wir freuen uns auf diese besondere Genre-Übung. Unser Dank dabei geht an Alexander Wrabetz, Peter Schöber und Fritz Dittlbacher, die bei diesem produktionstechnischen Stunt mitmachen."

Das TV-Programm der "Presse": Werktägliches Interview, "Zukunft Europa"-Gespräche mit Schwarzenberg, Habsburg und Schüssel, komoderiertes "Kultur Heute Spezial" und vieles mehr

Das TV-Programmpaket, das die Redaktion der "Presse" mit fachkundiger Unterstützung des ORF-III-Teams gestaltet, ist thematisch breit gefächert. So sind fünf rund 20-minütige Interviews mit Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Religion sowie Kunst und Kultur geplant, die von Montag, 24. März, bis Freitag, 28. März, jeweils um 19.35 Uhr unter dem Titel "Das ganze Interview" im Vorfeld von "Kultur Heute" gesendet werden. Die Gesprächspartner sind:
Raiffeisen-Präsident Christian Konrad (24.3.), Maler Erwin Wurm (25.3), Kardinal Christoph Schönborn (26.3.), Außenminister Sebastian Kurz (27.3.) und Andreas Vitàsek (28.3.), der auch Hauptdarsteller des nachfolgenden, von Chefredakteur Rainer Nowak ausgewählten Hauptabendfilms "Müllers Büro" (20.15 Uhr) ist. Die Interviews führen Nowak und "Presse am Sonntag"-Chefredakteur Christian Ultsch.

Darüber hinaus ist im Rahmen des wöchentlichen ORF-III-Politik-Tags, am Donnerstag, 27. März, im Anschluss an "60 Minuten Politik" (ca. 23.30 Uhr) ein einstündiges Gespräch zum Thema "Zukunft Europa" mit Karl Schwarzenberg, Wolfgang Schüssel und Francesca Habsburg geplant. Die drei Interviewpartner sprechen u. a. darüber, wie sie die Politik erlebt und mitgestaltet haben, was die kulturelle und künstlerische Identität Europas ausmacht und wo sie die Chancen und Gefahren für den Kontinent in der Zukunft sehen. Die drei aufeinanderfolgenden Gespräche führen Christian Ultsch, Rainer Nowak und Ulrike Weiser, ebenfalls Chefredakteurin der "Presse am Sonntag".

Am Freitag, dem wöchentlichen Tag des österreichischen Films in ORF III, wird ein - auf "Das ganze Interview" mit Kabarettist Andreas Vitàsek folgendes - "Kultur Heute Spezial" (20.00 Uhr) maßgeblich von der "Presse" mitgestaltet: So moderiert Chefredakteur Rainer Nowak gemeinsam mit Ani Gülgün-Mayr die Sendung, die sich u. a. mit dem medialen Jubiläumsprojekt befasst. Die Kinotipps der Woche kommen von Redakteurin Heide Rampetzreiter.
Vor der ab 21.55 Uhr laufenden Politserie "Borgen - Gefährliche Seilschaften" spielt ORF III ein kurzes, von Ani Gülgün-Mayr moderiertes Einführungsgespräch mit "Presse am Sonntag"-Chefredakteurin Ulrike Weiser und Feuilleton-Redakteurin Anna-Maria Wallner u. a. über das besondere Verhältnis zwischen Politik und Medien.

Am Sonntag, dem 30. März, wird die wöchentliche "Erlebnis Bühne"-Fläche von der "Presse"-Redaktion mitgestaltet: In "Nach der Premiere" um 23.00 Uhr treffen einander Feuilletonist Norbert Mayer und ORF-Kulturexpertin Barbara Rett zum kulturellen Gedankenaustausch. Hinter den Kulissen der um 20.15 Uhr gezeigten konzertanten Aufführung von "Così fan tutte" - dem letzten Teil der von Nikolaus Harnoncourt dirigierten Mozart-Da-Ponte-Trilogie aus dem Theater an der Wien - sprechen sie über ihre Eindrücke.

Über die Jubiläumswoche hinaus steht am Dienstag, dem 1. April, um 20.15 Uhr eine neue Ausgabe des ORF-III-Büchermagazins "erLesen" auf dem Programm, in der Moderator Heinz Sichrovsky die literarischen Neuerscheinungen diesmal gemeinsam mit "Die Presse"-Chefredakteur Rainer Nowak präsentiert. Studiogäste der Sendung zum Thema Feminismus und Frauenbewegungen sind Sibylle Lewitscharoff und Karim El-Gawhary.

Die Jubiläumsausgabe der "Presse am Sonntag" made by ORF: Artikel und Interviews von und mit ORF-Journalisten, -Moderatoren und -Programmmachern

Für die vom ORF gestaltete Jubiläumsausgabe der "Presse am Sonntag" am 30. März schnuppert gleich eine ganze Reihe von ORF-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern - unterstützt von den "Presse"-Kolleginnen und -Kollegen - Zeitungsluft. Unter dem Motto "Fern Sehen" haben sich ORF-Journalisten, -moderatoren und -Programmmacher eine Vielzahl spannender Themen überlegt, die entweder in ihrem beruflichen Fachgebiet ressortieren, ihre persönlichen Leidenschaften widerspiegeln oder sie von einer ganz anderen Seite zeigen.

So verfasst ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz den Leitartikel. Die Chefredakteure Fritz Dittlbacher (ORF eins, ORF 2) bzw. Christoph Takacs (ORF III) schreiben über die Entfremdung zwischen Politik und Medien bzw. über die Objektivität im Journalismus. ORF-Redakteursratsvorsitzender Dieter Bornemann äußert sich über die Unabhängigkeit des ORF und "ZiB"-Wirtschaftschef Christoph Varga führt ein Streitgespräch mit "Presse"-Wirtschaftsredakteur Josef Urschitz. Auch diverse "ZiB"-Moderatorinnen und -Moderatoren publizieren in der Jubiläumsausgabe: Rainer Hazivar etwa schildert seine Leidenschaft Kajakfahren und Armin Wolf räumt öffentlich seine Mailbox auf. Zu Wort kommen auch zahlreiche ORF-Korrespondentinnen und -Korrespondenten wie Raimund Löw (Brüssel), der einen nicht veröffentlichten Auszug aus seinem aktuellen Buch präsentiert; Peter Fritz (Berlin) über 25 Jahre Mauerfall und die heutige Situation in der deutschen Hauptstadt; Andreas Pfeifer (Rom), der sich mit dem neuen italienischen Premier Matteo Renzi auseinandersetzt; Hannelore Veit (Washington) darüber, wie sich Amerika verändert hat. Carola Schneider (Moskau) wirft einen analytischen Blick auf Russland und Karim El Gawhary (Nahost) macht sich Gedanken über Österreich.

ORF-Fernsehdirektorin Mag. Kathrin Zechner führt mit Nicholas Ofczarek ein Zwiegespräch über österreichische Identität. Chronikchefin Brigitte Handlos beschreibt ihren Heimatbegriff und "heute konkret"-Moderatorin Claudia Reiterer veröffentlich einen Vorabdruck ihres neuen Buches "Vermessung des Menschen". Andreas Novak, Leiter der Zeitgeschichteredaktion, und Dokumentarist Robert Gokl kündigen mit "1914: Der Weg in den Untergang" das ORF-Doku-Highlight des Gedenkjahrs 2014 an. U. a. sinniert "Kulturmontag"-Präsentatorin Clarissa Stadler über das inflationäre Auftreten von Leichen in Krimis. Kulturlady Barbara Rett übernimmt Norbert Mayers Kolumne und wird "Die Mediatorin". "Kultur Heute"-Sendungsverantwortlicher und -präsentator Peter Fässlacher behandelt das Thema "Angst". ORF-III-Programmgeschäftsführer Peter Schöber widmet sich seinem Steckenpferd, dem Film, und beschreibt die "Heldenreise" als Erfolgsformel eines guten Drehbuchs. ORF-III-Naturfilmer Erich Pröll schildert seine mühevolle Aufzucht von Wildmustangs im Mühlviertel. Sportchef Hans Peter Trost zieht Parallelen zwischen sportlichen Ereignissen und griechischen Dramen. Und vieles, vieles mehr. Die finale Kolumne der Ausgabe bildet ein von Peter Schöber geführtes Interview mit Hugo Portisch zum Thema Zeitgeschichte in Bezug auf aktuelle Entwicklungen.

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