Brunner zu ÖNORM: Gleichbehandlung muss auf allen Ebenen stattfinden

SPÖ-Frauen über Erklärungsversuche der Komitee-Vorsitzenden Ernst verärgert

Wien (OTS/SK) - "Beim Thema gendergerechte Sprache von 'zweifelhaften politischen Zielen' zu sprechen, ist schon ein starkes Stück", sagte heute SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Brunner in Reaktion auf die Erklärung von Komitee-Vorsitzender Walburg Ernst zum Entwurf der ÖNORM A 1080. "Eine geschlechtersensible Sprache ist ein unverzichtbares Element einer Gesellschaft, in der Frauen und Männer gleichgestellt sind", sagte Brunner gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. "In diesem Zusammenhang begrüßen wir die deutliche Distanzierung von Austrian Standards zu den Aussagen von Walburg Ernst." ****

In vielen Studien wurde bewiesen, dass es keine "geschlechterneutralen" Formulierungen gibt, so Brunner. "Wer Frauen sprachlich ausblendet, macht sie unsichtbar", betonte Brunner. "Wenn wir den Erklärungsversuchen von Komitee-Vorsitzender Ernst folgen, würde das bedeuten, dass jede Art der sprachlichen Diskriminierung zulässig ist, solange sie verständlich ist. Das kann doch wohl nicht wahr sein", unterstrich Brunner.

"Ich lege der Vorsitzenden den 'Leitfaden für geschlechtergerechten Sprachgebrauch. Empfehlungen und Tipps' des Bundesministeriums für Frauen nahe, in dem die Grundprinzipien geschlechtergerechten Formulierens sowie praxisbezogene Vorschläge festgehalten sind", sagte Brunner.

Die SPÖ-Frauen fordern das Komitee eindeutig auf, den Entwurf sofort zurückzuziehen. "Gleichbehandlung muss auf allen Ebenen stattfinden", stellte Brunner klar. (Schluss) sc

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