Allianz für Klimagerechtigkeit: Die EU muss Vorreiterrolle in Klimafragen einnehmen

Mindestens 55% Reduktion der Treibhausgase bis 2030 und verbindliche Zusagen für Klimafinanzierung erforderlich

Wien (OTS) - Bei der heute beginnenden Tagung des Europäischen Rates wird unter anderem die Klimapolitik der EU diskutiert.

Die Entscheidungen der nächsten Monate werden die Weichen stellen, um die katastrophalen Folgen des Klimawandels zu stoppen. "Schaffen wir es nicht, die Erderwärmung deutlich unter 2GradC zu halten, sind massive Schäden durch die Folgen des Klimawandels zu befürchten.", sagt Judith Zimmermann-Hößl, Vorsitzende der Allianz für Klimagerechtigkeit. "Besonders betroffen ist bereits heute die ärmste Bevölkerung in den Entwicklungsländern, die am wenigsten zum Klimawandel beigetragen hat. Ein ungebremster Klimawandel würde in vielen Ländern die Bemühungen in der Armutsbekämpfung weitgehend zunichte machen und Menschenrechte untergraben."

Die Allianz für Klimagerechtigkeit ist besorgt darüber, dass die EU ihre Vorreiterrolle bei der Entwicklung von ambitionierten Klimaschutzzielen verspielt und international ihre Führungsstärke nicht wahrnimmt. Aktuelle Erkenntnisse der Klimaforschung und die bis heute erreichte europäische Emissionsreduktion verdeutlichen, dass das bislang angepeilte Reduktionsziel von 40 Prozent nicht ausreichend ist, um die dramatischen Folgen des Klimawandels überhaupt zu beherrschen. Dafür ist eine Verringerung der Emissionen in Europa um mindestens 55 -60 % bis 2030 (im Vergleich zu 1990) notwendig. "Im Klima- und Energiepaket 2030 sollen alle erforderlichen Maßnahmen wie verbindliche und ehrgeizige Ziele für Energieeffizienz (mindestens 40 Prozent gegenüber 2005) und erneuerbare Energien (mindestens 45 Prozent) festgelegt werden", fordert Zimmermann-Hößl. Nicht zuletzt sei die EU gefordert, ihren fairen Anteil an der internationalen Klimafinanzierung zu leisten, um die Entwicklungsländer zu unterstützen, mit den Folgen des Klimawandels umzugehen und emissionsarme Entwicklungsmodelle voranzubringen. Eine substantielle Dotierung des Green Climate Fund ist hierfür unerlässlich.

Die EU muss sich auf den nächsten UN-Klimagipfel im September 2014 mit ambitionierten Zielen vorbereiten, um richtungsweisend an der Vorbereitung eines Weltklimavertrages mitarbeiten zu können.

Die Allianz für Klimagerechtigkeit ist eine Plattform österreichischer Nichtregierungsorganisationen (NROs), die in den Bereichen Umwelt, Entwicklungszusammenarbeit (EZA), Soziales und Humanitärer Hilfe tätig sind.

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Vorsitzende der Allianz für Klimagerechtigkeit
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