Spindelberger: Gratis-Zahnspange sozialpolitischer Meilenstein

Zahnregulierung für alle stark behandlungsbedürftigen Kinder bis 18, damit man "am Gebiss der Kinder nicht mehr das Einkommen der Eltern ablesen kann"

Wien (OTS/SK) - "Mit der Umsetzung der Gratis-Zahnspange ist uns ein sozialpolitischer Meilenstein gelungen. Alle Kinder bis 18 Jahre mit großer und sehr großer Behandlungsbedürftigkeit bekommen künftig die Zahnspange als Kassenleistung. Denn wir wollen nicht, dass man am Gebiss der Kinder das Einkommen der Eltern ablesen kann", so SPÖ-Gesundheitssprecher Erwin Spindelberger am Rande des Gesundheitsausschusses, in dem die Maßnahme heute beschlossen wird. Für die Gratis-Zahnspange nimmt die Regierung 80 Millionen Euro in die Hand; ab Juli 2015 soll der Anspruch bestehen. ****

"Mit der Gratis-Zahnspange bauen wir Barrieren für eine notwendige Behandlung ab und entlasten Familien finanziell. Die SPÖ hält Wort und setzt eine bereits im Wahlkampf erhobene Forderung um", freut sich Spindelberger.

Das Gesetz sieht vor, für Kinder und Jugendliche mit großer und sehr großer Behandlungsbedürftigkeit bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres (Behandlungsbeginn) Kieferregulierungen als Sachleistung ohne Zuzahlung einzuführen. "Mit der Umsetzung der Gratis-Zahnspange als Sachleistung ohne Zuzahlung wollen wir auch sicherstellen, dass es zu keiner unverhältnismäßigen Preissteigerung bei kieferorthopädischen Behandlungen kommt, die dann erst wieder das Geldbörsel der Eltern belasten würde", erklärt der Abgeordnete.

Allen Zweiflerinnen und Zweiflern entgegnet der Gesundheitssprecher:
"Die Gratis-Zahnspange wird nicht für kosmetische Behandlungen genehmigt, sondern nur im Falle einer medizinischen Indikation. Die Einschätzung der kieferorthopädischen Behandlungsnotwendigkeit erfolgt anhand international anerkannter Richtwerte. In Zahlen gegossen bedeutet das 85.000 Zahnspangen im Jahr, rund ein Drittel aller Zahnspangen bei Kindern und Jugendlichen", so Spindelberger.

Nun seien Sozialversicherung und Zahnärztekammer gefordert, die Details zur Umsetzung zu verhandeln und sicherzustellen, dass die Leistung zeitgerecht erbracht werde, stellte Spindelberger fest. (Schluss) bj/rp

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