Rasinger: Gratis-Zahnspangen sind Teil der Umsetzung des Regierungsprogramms

ÖVP-Gesundheitssprecher: Ab 1. Juli 2015 keine Behandlungsbeiträge mehr bei erheblichen Zahnfehlstellungen

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Zahn- und Kieferfehlstellungen beinträchtigen die Funktion des Gebisses und führen zu Überlastungen einzelner Zähne, zu Kiefergelenksbeschwerden und einer Vielzahl an gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Berechnungen des Gesundheitsministeriums zufolge braucht ungefähr ein Drittel der Kinder jedes Jahrgangs eine Zahnspange; das macht österreichweit etwa 85.300 Zahnspangen pro Jahr. Insbesondere Mehrkindfamilien stehen allerdings durch die hohen Zuzahlungen für Zahnspangen vor hohen finanziellen Hürden. Dem soll nun abgeholfen werden, indem bei erheblichen Zahnfehlstellungen ab 1. Juli 2015 keine Behandlungsbeiträge mehr zu entrichten sind, zeigte sich heute, Donnerstag, ÖVP-Gesundheitssprecher Abg. Dr. Erwin Rasinger anlässlich der heutigen Sitzung des Ausschusses für Gesundheit, bei dem dieses Thema behandelt wird, erfreut.

Die Gewährung von Kieferregulierungen für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre erfolgt dann als Sachleistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Mit dieser Maßnahme der Gratis-Zahnspangen werde zudem eine langjährige Forderung des ÖAAB erfüllt, so Rasinger.

Konkret wird eine kostenlose Kieferregulierung dann gewährt, wenn die Behandlung vor der Vollendung des 18. Lebensjahrs begonnen wird und wenn eine erhebliche Zahn- oder Kieferfehlstellung vorliegt (Schweregrad 4 oder 5). Die bisherigen Kostenzuschüsse für weniger schwerwiegende Zahnfehlstellungen bleiben allerdings unverändert. Als Basis für die Bewertung der Behandlungsbedürftigkeit wird ein wissenschaftlich anerkannter Index zur Einschätzung der kieferorthopädischen Behandlungsnotwendigkeit (IOTN) herangezogen, der eine Aufteilung in fünf Schweregraden vorsieht.

Diese vom Bund finanzierte Leistung beinhaltet die erforderliche Diagnostik, den Behandlungsplan und die Therapie selbst mittels festsitzender und abnehmbarer Geräte. Die Versorgung soll flächendeckend erfolgen. Dazu sollen der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger und die Zahnärztekammer einen Gesamtvertrag verhandeln. Das Bundesministerium für Finanzen hat für diese Maßnahme 80 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung gestellt.

"Dies ist ein wichtiger Schritt für den Ausbau der Leistungen in der Zahn- und Kiefergesundheit. Wir investieren damit nachhaltig in die Gesundheit unserer Kinder und Jugendlichen. Das war schon Ziel im Regierungsprogramm", schloss Rasinger.
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